DIE LÖSUNG ALLER PROBLEME: DIE WERTE DES QURAN

EINFÜHRUNG



Und wer führt bessere Rede, als wer zu Allah einlädt und das Rechte tut und spricht: "Ich bin einer der Gottergebenen"? (Sure Fussilat, 33)
Das wahre Wort sprechen bedeutet für die meisten Menschen Liebe auszudrücken oder Hoffnung zu spenden. Dabei hat das wahre Wort, welches Allah uns im Quran lehrt, eine noch viel tiefere und umfassendere Bedeutung, wenngleich es natürlich das zuvor aufgezählte auch umfasst. Das wahre Wort wird uns mit den Worten „Und wer führt bessere Rede, als wer zu Allah einlädt und das Recht tut und spricht: „Ich bin einer der Gottergebenen?“ (Sure Fussilat, 33) beschrieben. Das eigentliche wahre Wort ist also das Wort, das dazu aufruft Gott und dem Quran zu folgen. Und nur die Gläubigen sprechen das wahre Wort und rufen auf zu Gott.
Die Religion Allahs verkünden, mit Hilfe des Quran bewerten, das Gute zu befehlen und das Schlechte zu unterbinden, an die Wahrheiten Allahs zu erinnern, all das sind für sich genommen Aufrufe und das wahrste und wohltätigste, was man einem Menschen sagen kann. Diese Worte, die ein Gläubiger verwendet, um den Menschen zur Moral des Quran zu bewegen, sollen den Empfänger dieser Botschaft nicht glücklich machen, sie verfolgen überhaupt keinem zweckgebundenes Ziel. Alle diese Worte haben nur einen Sinn: Allah zu gefallen und dem Gegenüber eine Hilfestellung zu liefern, die Moral zu finden, durch die er ebenfalls Allah zum Gefallen gereicht. Nachdem dies die Ziele sind, umfasst das wahre Wort nicht nur das Preisen Allahs, die Verkündung der wahren Moral erklärt und den Aufruf zu Wahrheit, sondern manchmal auch, Kritik an einem Menschen üben, dessen Fehler Fehltritte hinsichtlich der Wahrheit des Quran kritisiert und zur Ehrfurcht mahnt.
Was ein wahres Wort in seinem eigentlichen Sinn ausmacht, können wir Ihnen anhand dieses Beispiels verdeutlichen: Stellen Sie sich vor, dass Sie plötzlich in der unendlichen Hölle sind. Dort sieht man Menschen, die sich in Qualen und Pein winden, die in Reue flehen, sich nicht aus der Gewalt der Flammen erretten können, dem kochenden Wasser übergeben werden, an lange Säulen gebunden sind und Sie suchen mit Bedacht und vorsichtig den kleinsten Fehler zu vermeiden, um die Gnade Allahs zu suchen. Ihre größte Furcht und Angst wird sein, die Gnade Allahs zu verlieren. In solch einem Fall ist das wahre Wort, dass Sie an ihren nächsten Richten und ihm zeigt, nach dem Quran zu urteilen, mit dem Sie ihren Nächsten vor einem Fehler warnen und mit dem Sie an die Gnade Allahs erinnern das schönste, wohltätigste und weiseste, was Sie sagen können.
Als ein Mensch, der die Qualen der Hölle miterlebt, werden Sie keine Rechtfertigungen für die gemachten Fehler vorbringen und nicht behaupten, dass dies unter ihrer Würde wäre. In diesem Moment werden Sie für jeden Ratschlag offen sein, wie Sie ihre Fehler ausgleichen können und wie Sie Beweise dafür bringen können. In demselben Moment, in dem Ihre Worte gehört werden, erwecken Sie die Seele und die Person Ihnen gegenüber wird aufgrund ihrer Handlung eine große Dankbarkeit empfinden oder gar weitere Ratschläge von Ihnen erbitten.
So wie dieses Beispiel am Rande der Hölle stattfindet, ist jedes Wort, welches in diesem Moment gesagt wird, für sich genommen eine Gelegenheit und gleichsam ist jedes Wort im Alltag, das zu Allah ruft und daran erinnert nach der Moral des Quran zu leben, eine Gelegenheit, die nicht verpasst werden sollte. Während auf Erden noch Zeit ist, ist jeder Aufruf zur Wohltat, zum Guten, jeder Ratschlag sowie jede Warnung über den Tag des Jüngsten Gerichts ein Weg um den Menschen vor der Pein zu bewahren und ihn fürs Paradies zu gewinnen:
Allah spricht „… Dann werden Wir sie auf ihren Knieen rund um die Hölle zusammenbringen.“ (Sure Maryam, 68) und „Dann erretten Wir die Gottesfürchtigen, aber lassen die Sünder darin auf ihren Knien.“ (Sure Maryam, 72). Mit diesen Worten wird in den Versen ausgedrückt, dass alle Menschen jederzeit die Hölle mit eigenen Augen erblicken können und lediglich die Gläubigen daraus errettet werden.
Ein Weg aus der Hölle, dem Ort unendlichen Leides, zu entfliehen, besteht den Rat der Verse zu befolgen und Andere daran zu erinnern. Aus diesem Grund ist es zum Wohle des Menschen, wenn man an Allah glaubt, dem Quran folgt und zur wahren Moral des Quran einlädt. Um dahingehend eine natürliche Ehrlichkeit und Hingabe zu erreichen, muss man nicht wie in unserem kleinen Beispiel am Rande der Hölle stehen. Jeder Mensch sollte, bevor es so weit gekommen ist sich entschließen, auf jedes wahre Wort zu hören und jeder Einladung zu folgen.
Dieses Buch enthält anhand der Quranverse viele Anleitungen zum wahren Wort, beschreibt weshalb es so wichtig ist, diesen zu folgen, und auch, was diejenigen auf Erden und im Jenseits erwartet, die es versäumen dem wahren Wort zu gehorchen. Denn momentan laufen Milliarden von Menschen, die auf dieser Welt leben, Gefahr in die Hölle zu kommen und unendliche Qualen zu erleiden. Für den Menschen ist es lebenswichtig jedes Wort zu befolgen, das zu Allah aufruft und so den Höllenqualen zu entkommen. Wenn der Mensch dem wahren Wort folgt, kann er sowohl auf Erden als auch im Jenseits ein gutes Leben führen. Falls nicht, so erlebt er die Qualen Allahs. Diese Pein des Jüngsten Tages wird in den Versen folgendermaßen beschrieben:
Und warne sie vor dem immer näher heranrückenden Tag, an dem die Herzen ihre Kehlen zuschnüren werden. Die Übeltäter werden dann keinen Freund oder Fürsprecher haben, dem Beachtung geschenkt würde. Er kennt das Heuchlerische in den Augen und was die Brüste verbergen. Allah wird nach Wahrheit und Gerechtigkeit entscheiden. Diejenigen aber, die sie neben Ihm anrufen, können gar nichts entscheiden. Allah ist fürwahr der Hörende, der Sehende. (Sure Ghafir, 18-20)

DAS WAHRE WORT RUFT AUF ZU GOTT



Lade zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung ein, und diskutiere mit ihnen auf die beste Art und Weise. Siehe, dein Herr weiß am besten, wer von Seinem Weg abgeirrt ist, und Er kennt am besten die Rechtgeleiteten. (Sure an-Nahl, 125)
Im vorherigen Kapitel haben wir erklärt, dass das wahrhaft wahre Wort zur Religion Allahs aufruft, an die Wahrheit erinnert und den Menschen von der Hölle fernhält und zum Paradies hinführt. Wir sollten auch feststellen, dass Allah allen Menschen mit Gewissen die Verantwortung für diese Einladung übertragen hat. Allah verkündet diese Verantwortung mit den Worten „Und damit aus euch eine Gemeinde wird, die zum Guten einlädt, das Rechte gebietet und das Unrechte verbietet. Sie sind es, denen es wohlergehen wird.“ (Sure Al-Imran, 104). Doch ein Großteil der Menschheit geht nicht davon aus, dass Allah ihnen die Verantwortung Andere zum Glauben einzuladen übertragen hat und dass sie ihren Nächsten zum wahren Wort einladen sollen. Sie sind sich dieser Verantwortung also nicht bewusst.
Ein offensichtliches Anzeichen dafür besteht darin, dass die Menschen, die sich nach der wahren Moral richten, heutzutage nicht im intensiven Kontakt miteinander stehen und weil sie sich nicht ausreichend für den Menschen einsetzen können, wird dieser Zustand immer deutlicher. Diejenigen, die heutzutage eine schlechte Moral zeigen, die auf inoffiziellen Wegen sind, sich darum bemühen, dass zwischen den Menschen das unmoralische Verhalten verbreitet, dass Güte, Hilfsbereitschaft und Respekt als Schwäche betrachtet werden, sind heute in der Mehrzahl. Und die Menschen, die mitten unter diesen leben, bevorzugen es selbst wenn sie die Wahrheit kennen, nicht zur wahren Moral anzuleiten oder sie verschließen ihre Augen vor den Tatsachen oder denken gar „Möge er noch tausend Jahre leben, ohne mir Schaden zuzufügen".
Doch wir sollten bekräftigen, dass all dies nur auf diejenigen zutrifft, deren Glaube nicht auf „fundierten Informationen" beruht und die keine Ehrfurcht vor Allah haben. Denn wirkliche Muslime bedenken den Vers „Diese glauben an Allah und an den Jüngsten Tag und gebieten das Rechte und verbieten das Unrechte und wetteifern in guten Werken; und sie gehören zu den Rechtschaffenen.“ (Sure Al-Imran, 114) und betrachten diese Verantwortung als eine Aufgabe, die ihnen übertragen wurde. Daher laden sie jeden in ihrer Umgebung, ihren Nächsten, ihre Familie und alle, die sie erreichen können, dazu ein an Allah zu glauben, ehrfürchtig zu sein und der wahren Moral zu folgen. Der Quran lehrt folgendermaßen, dass der Gläubige in jedem Moment zu Wahrheit einladen muss:
Und die Gläubigen, Männer und Frauen, sind einer des anderen Freund. Sie gebieten das Rechte und verbieten das Unrechte und verrichten das Gebet und zahlen die Steuer und gehorchen Allah und Seinem Gesandten. Sie - wahrlich, Allah erbarmt sich ihrer. Siehe, Allah ist mächtig und weise. (Sure at-Tauba, 71)
Dieser Vers gibt zu verstehen, dass die Gläubigen während ihres gesamten irdischen Lebens die wahre Moral erklären, selber nach dieser leben und dem Menschen deren Schönheit nahe legen und ihren Nächsten vom Schlechten abbringen. Menschen, die ein schönes Leben wünschen, unterstützen das Gute, die das Gute wünschen, bemühen sich das Gute zu verbreiten, Menschen, die gewissenhaftes Verhalten wünschen, unterstützen gewissenhaftes Verhalten, die Unterdrückung verachten warnen vor Knechtschaft, also kurz gesagt müssen alle Menschen, die die Aufrichtigkeit wünschen ihren Nächsten zum rechten Weg einladen. Bei dieser Einladung darf man nicht vergessen, dass nur Allah den rechten Weg und das wahre Wort bestimmen kann.
Allah zeigt den rechten Weg
Nicht immer stößt der Aufruf der Gläubigen bei den Menschen in der Umgebung auf fruchtbaren Boden. Zeitweise stoßen die Menschen, die die Einladung aussprechen, auf Desinteresse, teilweise werden sie zur Zielscheibe von Gelächter, teilweise sehen sie sich mit aggressiven oder wütenden Menschen konfrontiert. Denn jeder Mensch reagiert auf die Einladung zum rechten Weg anhand seines eigenen Gewissens, seiner Ehrfurcht und Treue zu Allah anders und dadurch entstehen große Unterschiede.
Während eine Person sofort auf die Einladung eines Gläubigen reagiert und zum Glauben findet, kann ein anderer Mensch leugnen, spotten oder aggressiv werden. Während der eine Mensch seinem Gewissen vertraut und sich Allah hingibt und ihm sein Leben widmet, kann sich ein anderer entschließen auf das wahre Wort zu reagieren, indem er es mit Schlechtem vergilt. Doch dieses Leugnen wird niemals den Menschen, der die Einladung ausspricht, in Hoffnungslosigkeit oder Trauer stürzen. Wichtig hierbei ist, dass die Person, die dazu aufruft dem Quran zu folgen, egal auf welche Reaktion sie stößt, sich Allah anvertraut und sich moralisch verhält, die wahre Moral niemals verrät und sich auf ihr Gottvertrauen stützt. Denn jedes kleine und große Ereignis auf Erden geschieht aufgrund des Schicksals, das Allah vorgezeichnet hat. Und Allah zeigt jedem Menschen, der zum Glauben einlädt, den rechten Weg.
Aus diesem Grund fühlen sich wahre Gläubige nicht durch das Verhalten von Leugnern irritiert. Der Quran liefert zu diesem Thema viele Beispiele. Mit den Worten „Willst du dich ihretwegen zu Tode grämen, weil sie an diese Botschaft nicht glauben? (Sure al-Kahf, 6) lässt uns der Quran wissen, dass diejenigen, die zum Glauben einladen, sich nicht durch die Ungläubigen irritieren lassen sollten. In einem anderen Vers heißt es „Du kannst gewiss nicht jeden rechtleiten, den du liebst, sondern Allah leitet recht, wen Er will. Und Er kennt am besten diejenigen, welche sich rechtleiten lassen.“ (Sure al-Qasas, 56). Dadurch wird offensichtlich, dass die Einladung, die ein Mensch ausspricht, die wahren Worte, die er spricht und jedes Detail, welches er erläutert, sein Gegenüber nur so weit erreichen kann, wie sehr Allah dies wünscht.
Die einzige Verantwortung, welche der Gläubige hat, liegt darin zum Quran einzuladen. Der Einladende trägt keinerlei Verantwortung, wenn der Ungläubige weiterhin seinem Unglauben treu bleibt und aufgrund seiner Handlungen in den Qualen der Hölle schmort. In dem Vers „Siehe, Wir entsandten dich mit der Wahrheit, als Freudenboten und Warner; und für die Bewohner der Hölle bist du nicht verantwortlich.“ (Sure al-Baqara, 119) lässt uns auch unser Prophet (s.a.w.s) diese Tatsache wissen.
Immer schon haben die Gesandten ihre Anhänger zum wahren Wort aufgerufen
In jedem Zeitalter haben die Gesandten, die zur Erde geschickt wurden, die Wahrheiten Allahs überliefert und zur Gefolgschaft aufgerufen. Während alle Botschafter zum wahren Wort aufgerufen haben, war es genau so, wie unser Prophet (s.a.w.s.) es berichtet hat: „Und dank der Barmherzigkeit Allahs warst du gütig zu ihnen. Wärst du aber grob und hartherzig gewesen, so wären sie von dir davongelaufen. Darum vergib ihnen und bete für sie um Verzeihung und ziehe sie in der Sache zu Rate, aber wenn du einmal entschlossen bist, dann vertraue auf Allah; siehe, Allah liebt die Ihm Vertrauenden.“ (Sure Al-Imran, 159), sie haben sich ein barmherziges und liebevolles Verhalten zu Eigen gemacht. Jahrelang beantworteten sie geduldig die Fragen ihrer Anhänger, brachten ihnen Unbekanntes bei und erläuterten die Wahrheiten Allahs.
In Zeiten, in denen es keinen Propheten gab, oblag diese Aufgabe den getreuen Anhängern Allahs und diese folgen dem Weg der Propheten nach der Moral aus Allahs Wahrheit und nehmen sich an den Propheten ein Beispiel. Doch sowohl gegenüber den Gesandten als auch gegenüber den Gläubigen haben sich die Ungläubigen immer gegen diese erhabene Moral gerichtet. Statt dem Aufruf zu folgen haben sich die Ungläubigen stets respektlos, spöttisch oder gar aggressiv verhalten. Doch das Verhalten und das Vorgehen der gläubigen Muslime haben sich im Angesicht dessen nie verändert, sie haben unvermindert das wahre Wort, welches Allah ihnen nahe gelegt hat, verbreitet und sich mildtätig verhalten. Denn es ist der Gemeinschaft Allahs befohlen dem Bösen mit dem wahren Wort zu begegnen. Allah befiehlt im Quran Seinen gläubigen Anhängern, dass sie sich dergestalt verhalten müssen und drückt dies mit folgender Weisheit aus:
Und sage Meinen Dienern, sie sollen stets freundlich sprechen. Denn der Satan sucht unter ihnen Streit zu stiften. Fürwahr, der Satan ist ein offenkundiger Feind der Menschen. (Sure al-Isra, 53)
Das Gute und das Böse sind fürwahr nicht gleich. Wehre (das Böse) mit Besserem ab, und schon wird der, zwischen dem und dir Feindschaft war, dir wie echter Freund werden. (Sure Fussilat, 34)
Im Quran finden sich unzählige Beispiele für diese Art von Gesprächen zwischen den Gesandten und den gläubigen Muslimen. Die Reaktion der Anhänger des Propheten Noah und wie Prophet Noah sie jeweils an das wahre Wort erinnerte und zur Ehrfurcht gemahnte, ist nur ein Beispiel von vielen. Ein Beispiel, wie der Prophet Noah mit seiner Weisheit und seinen wahren Worten die Menschen zur Religion Allahs eingeladen hat, wird im Quran folgendermaßen wiedergegeben:
Und wahrlich, Wir entsandten Noah zu seinem Volk: "Seht, ich (komme) zu euch als ein eindringlicher Warner, dass ihr keinen außer Allah anbetet. Ich fürchte für euch tatsächlich die Strafe eines schmerzlichen Tages." (Sure Hud, 25-26)
O mein Volk! Wer würde mir gegen Allah helfen, wenn ich sie verstieße? Wollt ihr euch denn nicht ermahnen lassen? Und ich sage nicht zu euch: „Ich verfüge über Allahs Schätze, und auch nicht: Ich kenne das Verborgene, auch sage ich nicht: Ich bin ein Engel. Und ich sage über die, die aus euerer Sicht verächtlich sind, nicht: Allah wird ihnen nichts Gutes geben. Allah weiß wohl, was in ihren Seelen vorgeht. Siehe, sonst gehörte ich zu den Sündern. Allah weiß wohl, was in ihren Seelen vorgeht. Siehe, sonst gehörte ich zu den Sündern.“ (Sure Hud, 30-31)
Die Propheten hatten gewichtige Gründe, weshalb sie ihre Stämme zur Religion Allahs einluden, auch wenn die Menschen ihre Aussagen und Worte nicht verstanden haben. Die Propheten und deren getreue Anhänger kennen genau die Qualen der Hölle und sind fromme Menschen, die darüber genaue Informationen haben. Deswegen hat Prophet Noah, wie wir anhand des vorherigen Beispiels gesehen haben, die Menschen, die in Unwissenheit lebten, ermahnt und einen Kampf geführt, auf dass sie von den Qualen erlöst werden. Doch immer hat er sich denen gegenüber, die hartnäckig leugneten und sich nicht dem beugten, was er erläutert hatte, so verhalten, wie unser Herr es befohlen hat. Mit dem Vers „Übe Nachsicht, gebiete das Rechte und meide die Unwissenden.“ lässt uns Allah wissen, dass der Gläubige den Ungläubigen von seiner Unwissenheit abbringen kann.
Doch wir müssen auch feststellen, dass die Gläubigen auch dann weiterhin die Ungläubigen aufrufen müssen und versuchen die Herzen zu erweichen, wenn die Leugner ihnen den Rücken zukehren. Ein Beispiel, welches wir dazu im Quran finden, ist folgendes:
O mein Volk! Was lade ich euch zum Heil ein, wo ihr mich zum Feuer einladet! Ihr ladet mich ein, Allah zu verleugnen und Ihm etwas beizugesellen, wovon ich keinerlei Wissen habe. Ich aber lade euch ein zum Mächtigen, dein Nachsichtigen. Es ist kein Zweifel daran, dass das, wozu ihr mich einladet, keinen Anspruch auf Anrufung hat, weder in der Welt noch im Jenseits, dass unsere Rückkehr zu Allah ist und die Gesetzesbrecher Bewohner des Feuers sein werden. Dann werdet ihr euch dessen erinnern, was ich euch jetzt sage. Ich aber stelle meine Sache Allah anheim. Allah kennt fürwahr Seine Diener!" (Sure Ghafir, 41-44)
Der wichtigste Grund, weshalb Gläubige den Leugnern gegenüber immer wieder vergebend, friedvoll und wahrhaftig begegnen ist, dass sie wissen, dass sie unseren Herrn mit dieser Moral zufrieden stellen und zur Freude gereichen. Während Gläubige keinerlei Gegenleistung erwarten, erfüllen sie diese heilige Pflicht nur um Allahs Wohlwollen und Zufriedenheit zu erlangen.
Gläubige rufen zu Allah auf, ohne eine Gegenleistung zu erwarten
Wie wir in den vorherigen Kapiteln gesehen haben, hat Allah viele Propheten und deren gläubige Gefolgschaft als Mahner entsendet, damit sie zu allen Zeiten der Geschichte den Menschen Furcht vor den Qualen der Hölle einflößen und die unendliche Schönheit des Paradieses preisen. Sie haben zu Religion aufgerufen und wahre Worte gesprochen, die Menschen darin unterstützt nach der Moral der wahren Religion zu leben und sich auf das Jüngste Gericht vorzubereiten. Wie in allen anderen Bereichen auch, haben die Menschen nicht davon abgelassen dem Aufruf Allahs zu folgen und ihr Gewissen zu bemühen und egal unter welchen Bedingungen versucht die Menschen, die in Unwissenheit leben und vom Glauben abgekommen waren und am Ende in die Hölle wandern mussten, von ihrem Treiben abzubringen und zu Allah einzuladen. Sie haben sich ernsthaft darum bemüht auch diejenigen, die sich sträubten und die sich rüpelhaft verhielten, auf den rechten Weg zu bringen.
Doch an dieser Stelle sollte ein wichtiger Punkt hervorgehoben werden: Die Gläubigen haben niemals eine Gegenleistung erwartet, wenn sie diesen von Allah erteilen Befehl ausführten. Sie haben niemals erwartet, dass sie Dank von der entsprechenden Person ernten, die sie vor dem Schlechten bewahren wollen, sondern hoffen nur Allah zufrieden zu stellen, indem sie seinem Befehl das Gute zu tun folgen. Aus diesem Grund erwartet kein Mensch mit Gewissen, wenn er wahre Worte spricht und zu Allah einlädt, irgendeinen materiellen oder weltlichen Gewinn. Sein Ziel besteht lediglich darin, die Aufgabe, die Allah befohlen hat, zu verrichten und ihm ein treuer Diener zu sein. Allah lässt uns über den Quran auf folgende Art und Weise wissen, dass Er wünscht, dass der Mensch andere Menschen zu Allah und dem Weg des Quran einladen:
Doch die meisten Menschen glauben es nicht, wie sehr du es auch wünschst. Aber du verlangst hierfür auch keinen Lohn von ihnen. Fürwahr, dies ist nur eine Ermahnung für alle Welt. (Sure Yusuf, 103-104)
Die Botschafter Allahs haben immer wieder darauf hingewiesen, dass sie für ihre unendlichen Bemühungen keinerlei materielle Erwartungen hegen würden. Hier sind einige Beispiele, die sich im Quran zu diesem Thema finden:
… Sprich: Rich verlange von euch keinen Lohn dafür. Dies ist nichts weniger als eine Ermahnung für alle Welt." (Sure al-An'am, 90)
O mein Volk! Ich verlange dafür keinen Lohn von euch. Seht, mein Lohn ist bei Dem, Der mich erschuf. Begreift ihr denn nicht? (Hud Sure, 51)
Seht ich bin euch eingetreuer Gesandter. So fürchtet Allah und gehorcht mir! Und ich verlange dafür keinen Lohn von euch; mein Lohn ist allein beim Herrn der Welten. (Sure asch- Schu'ara', 143-145)
Bis hierher war die Rede davon, dass die Muslime egal unter welchen Bedingungen und Beweggründen zum wahren Wort aufrufen und keinerlei Erwartungen daraus ziehen. Allerdings wäre es hilfreich, einen wichtigen Punkt zu betonen: Die einzige Verantwortung der Gläubigen besteht darin, dem Menschen einen Vorschlag zu unterbreiten. Im 256. Vers der Sure al-Baqara, heißt es, „Kein Zwang im Glauben...“ und wenn die Menschen diesem Rat und Aufruf Folge leisten, so erhalten sie persönlich daraus einen Gewinn. Doch wenn sie im Leugnen verharren und diesem ehrlichen Aufruf eine negative Reaktion folgen lassen, so ist dies zu ihrem eigenen Schaden. Allah erinnert den Menschen an diese Tatsache folgendermaßen:
So ermahne! Siehe, du bist nur ein Ermahner; Du hast keine Macht über sie. Doch der, der sich abkehrt und ungläubig ist, Ihn wird Allah mit gewaltiger Strafe strafen. Denn zu Uns ist gewiss ihre Heimkehr. Dann aber obliegt es Uns, sie zur Rechenschaft zu ziehen. (Sure al-Ghadschiya, 21-26)
Wenn die Muslime zum wahren Wort und mit ihrem Ratschlag zum Weg Allahs aufrufen, so betrachten sie dies als eine Glaubenshandlung. Aus diesem Grund empfinden die Menschen, die im Angesicht Allahs handeln, es als eine Gotteshandlung, wenn sie zum Überbringer für das Gute, das Wahre und zur Wohltat werden und alles offen aussprechen. Während sie sich darum bemühen einen anderen zu erretten, verheißt ihnen Allah, dass sie wegen ihrer Bemühungen selber errettet werden:
Die sich Bekehrenden, die (Allah) Dienenden, die Lobpreisenden, die Fastenden, die sich Beugenden, die sich Niederwerfenden, die das Rechte Gebietenden und das Unrechte Verbietenden, die Allahs Gebote Beobachtenden... verkünde den Gläubigen Heil! (Sure at-Tauba, 112)

DEM WAHREN WORT FOLGEN



Welche das Wort bedenken und dem Besten davon folgen. Diese sind es, welche Allah leitet; denn sie sind die Verständigen. (Sure az-Zumar, 18)
Das wahre Wort ist für diejenigen eine Warnung,
die an Allah und das Jüngste Gericht glauben
Das Leben, das auf Erden gelebt wird, ist eine von Allah erschaffene Bewährungsfrist um herauszufinden, welche Menschen sich gut und welche sich schlecht verhalten. Während dieser Frist kann der Mensch viele Fehler begehen oder sich fehlerhaft verhalten. Das Ziel der gläubigen Menschen besteht darin, sich von diesen Fehlern, Mängeln und Lastern zu befreien und Allahs Wohlwollen zu erlangen und eine Moral zu gewinnen, die sie dem Paradies näher bringt.
Weil ehrliche und gewissenhafte Menschen jede Art des Schlechten und des Lasters aus ihrem tiefsten Inneren heraus versuchen zu entgehen, hören sie auf jeden Ratschlag, der ihnen dabei hilft, Allah näher zu kommen aus reinstem Herzen. Für Gläubige ist es nicht eine Frage der Wahlmöglichkeit, ob sie dem wahren Wort folgen oder nicht. Denn es geht hierbei um ein unendliches Leben, dessen Schauplatz entweder im Paradies oder in der Hölle sein wird. Diejenigen, die das wissen, Ehrfurcht vor Allah und definitives Wissen über das Jüngste Gericht haben, halten sich von jedem Verhalten und Wort, welches ihr Leben nach dem Tod in Gefahr bringen könnte, fern und folgen jedem Rat und jeder Erinnerung, welche ihnen am Jüngsten Tag zum Vorteil gereichen könnte. Diese Besonderheit der Muslime wird im Quran folgendermaßen erläutert:
Und diejenigen, die nicht wie taub und blind niederfallen, wenn sie mit der Botschaft ihres Herrn ermahnt werden. (Sure al-Furqan, 73)
Sich stolz gegenüber erteilten Ratschlägen und Erinnerungen aufführen, sich aufbauschen und sträuben ist eine Verhaltensweise, die den Leugnern zueigen ist. Die Gläubigen hingegen horchen aufmerksam einer Erinnerung und handeln dementsprechend, so wie in dem Vers beschrieben. Jede Mahnung, die ein Gläubiger erhält, wird er als eine Anleitung betrachten, welche ihn vor den Qualen der Hölle behüten wird. Diese Worte, welche die Muslime anleiten, sind im Quran folgendermaßen wiedergegeben:
Unser Herr, siehe, wir hörten eine Stimme, die zum Glauben riet: „Glaubt an eueren Herrn!“, und so glaubten wir. Unser Herr, vergib uns unsere Sünden und decke unsere Missetaten zu, und lass uns mit den Frommen hinscheiden. (Sure Al-Imran, 193)
Wie wir anhand des Verses offen erkennen können, sind es die ehrlichen und gewissenhaften Frommen, die niemals zu stolz sind und jedes wahre Wort, das an sie gerichtet wird, beachten. Allah erläutert diese Tatsache mit dem Vers „Doch ermahne (weiterhin); denn Ermahnung nützt sicherlich den Gläubigen.“ (Sure adh-Dhariyat, 55). Ein anderer Vers lässt uns wissen, dass diese Ermahnung den Einen zum Nutzen gereicht, den Anderen aber dazu, dass ihr Leugnen nur noch stärker wird:
Darum ermahne, wann immer die Ermahnung nutzt. Ermahnen lässt sich, wer (Allah) fürchtet, Doch der Unselige geht dem aus dem Wege, Er, der im großen Feuer brennen wird. Dort wird er dann weder sterben noch leben. Wohl ergeht es jedoch dem, der sich läutert. Und ständig des Namens seines Herrn gedenkt und betet. (Sure al-A'la, 9-15)
In der Sure an-Nazi’at, wo es heisst: „Du bist nur ein Warner für den, der sie fürchtet.“ (Sure an-Nazi’at, 45) wird die Aufmerksamkeit auf diejenigen gezogen, die lediglich am Tag des Jüngsten Gerichts den Warnungen Gehör schenken. Hieraus erkennen wir, dass die Grundlage des demütigen und ausgelieferten Verhaltens im Glauben an Allah und das Jüngste Gericht liegt. Der Fromme denkt in jedem Moment seines Lebens an das Jüngste Gericht und vergisst niemals, dass jeder Fehler, der dort offensichtlich wird, den Menschen im Angesicht Allahs verschämt und dass er dies auf eine Art bereuen wird, die er niemals wieder ausgleichen können wird. Weil er aus den Quranversen erfahren hat, wie immens die Qualen der Hölle sind, wird er sich niemals gegen Allah wenden und jedes Verhalten meiden, welches Ihn verzürnt. Vielmehr wird der Gläubige von seinen Lastern und Fehlern so schnell als möglich versuchen zu entkommen. Die Gläubigen bemühen sich rastlos darum, dass sie die fromme Moral, wie sie Allah über den Quran mitgeteilt hat, besonders gut und vollständig erfüllen. In einem Vers bewertet Allah die Frommen, welche mit so viel Inbrunst jeden ihnen erteilten Rat bedenken und jedem wahren Wort sofort Folge leisten als diejenigen, die über den reinsten Verstand verfügen:
Welche das Wort bedenken und dem Besten davon folgen. Diese sind es, welche Allah leitet; denn sie sind die Verständigen. (Sure az-Zumar, 18)
Wie wir anhand des Verses gesehen haben, ist eine der prägnantesten Eigenschaften der Frommen, dass sie sich sofort nach dem Besten richten, wenn sie dieses erkannt haben. Das ist ohne Frage die beste Reaktion, welche man auf einen Ratschlag oder eine Erinnerung liefern kann. Ein Mensch, der darüber nachdenkt und der einen Ratschlag annimmt, wird von Allah offen mit den Worten „Soll etwa der dem Blinden gleich sein, der weiß, dass es die Wahrheit ist, was von deinem Herrn zu dir hinabgesandt wurde? Nur die Verständigen lassen sich ermahnen.“ (Sure ar-Ra'd, 19) als erhaben bezeichnet. Aus diesem Vers ergibt sich, dass Menschen, die das Richtige sehen und daraus eine Lehre ziehen können, als Sehende betrachten werden und diejenigen blind sind, die das Richtige nicht erkennen. Ohne Zweifel möchte niemand - im übertragenen Sinne - blind sein, wenn die Möglichkeit besteht sehen zu können.
Und aus diesem Grund ist es für einen gewissenhaften Menschen ein so großer Segen, wenn er zu Lebzeiten auf seine Fehler hingewiesen wird und wenn dies noch dazu durch einen frommen Menschen geschieht, der die Verse Allahs spricht und einen Ratschlag erteilen kann. Kein Mensch mit Gewissen kann darauf eine Rechtfertigung erwidern oder versuchen sich rein zu waschen. Denn wie wir aus dem Vers „ ... der Mensch ist zum Bösen geneigt, es sei denn, dass mein Herr sich seiner erbarmt. Mein Herr ist fürwahr verzeihend und barmherzig.“ (Sure Yusuf, 53) erfahren, wird nicht verlangt die Persönlichkeit aufzugeben.
Im täglichen Leben kann man vielen Beispielen hierfür begegnen. So kann ein Mensch einen Fehler begehen und aufgrund eines Ereignisses sich seinem Gegenüber hart und verletzend verhalten, doch ein frommer Gläubiger kann ihn daran erinnern, dass diese Haltung nicht schön ist und es Allahs Befehl ist, sich unter allen Umständen gut zu verhalten. In diesem Fall kann die Person, welcher der Ratschlag erteilt wird sagen, dass dieser eigentlich richtig sei oder auf andere Art eine Zustimmung suggerieren. Und in diesem Fall wird eine Person, die an Allah glaubt, niemals den Ausreden Gehör schenken, die vorgetragen werden, da er diese Eigenschaft des Charakters kennt. Sie wird immer ihr Gewissen befragen und die Wahrheit erkennen und dieser entsprechend warnen. Selbst, wenn er selber im Recht ist, wird er niemals versuchen den Charakter zu überwinden oder zu beschützen. Er wird davon ausgehen, dass sein Verhalten noch schöner, noch besser wäre und beabsichtigen, bei einer späteren Gelegenheit noch besser zu handeln. Ein gläubiger Mensch weiß ganz genau, dass keine der Ausreden, die von der Persönlichkeit am Tag des Jüngsten Gerichts vorgebracht werden, gültig sein wird und sich jederzeit dafür einsetzen, dass er den guten Rat befolgt und sein Ego dabei hintan stellt. Denn der Quran lässt uns wissen, dass der Tag der Abrechnung „an dem den Missetätern keine Entschuldigung etwas nutzt, sondern die Verfluchung und ein übler Aufenthalt ihr Los sein wird“. (Sure Ghafir, 52)
Weil sie vor dem Tag der Abrechnung zurückschrecken und sich gegenseitig an das Wort erinnern, ergänzen sich die Frommen gegenseitig und entwickeln sich mit großer Geschwindigkeit weiter. Sie schlagen den Weg in Richtung einer Einheit aus perfekter Moral und Verhalten ein. Ein Frommer erkennt und vervollständigt das, was ein anderer übersieht. Das wichtigste ist, dass kein einziger Gläubiger irgendeinen Widerstand leistet, bei den Bereichen, an die er erinnert wird. So wie es der Quran sagt, verharren sie nicht im (Bösen), das sie wissentlich taten. (Sure Al-Imran, 135)
Wenn ein Gläubiger einen Ratschlag erhält, so wird er sich nicht durch Eitelkeit, Stolz und sein Ego daran hindern lassen ihn anzunehmen, wie man es bei ungebildeten Menschen häufig beobachtet. Diejenigen, denen das Gute befohlen ist und die sich danach richten, suchen nach der Gnade Allahs und weil sie ehrfürchtig sind vor Ihm, befolgen sie das wahre Wort. Über diese erhabene Moral verfügen lediglich die ergebenen Sklaven Allahs, die darin eine besondere Gnade erkennen, dass sie über eine Moral verfügen, die sie in Demut zu Allah, friedfertig und gehorsam macht. Die frommen Gläubigen erhalten im Gegenzug dafür Freundschaft und Brüderlichkeit und die Segnungen, die durch reine Liebe und Demut entstehen.
Außerdem können wir feststellen, dass die Gläubigen sich nicht nur in Bereichen erinnern, wo sie Laster oder Mängel haben. Ihr gemeinsames Ziel besteht darin, möglichst viel der Gnade Allahs zu erwirken. Ihre Moral, ihre ideelle Tiefe und ihre reine Liebe sind sowieso sehr schön. Allerdings reicht ihnen das Gute nicht aus, sie verwenden ihre Energien darauf besser und noch ersprießlicher zu sein und leiten sich gegenseitig dahingehend an. Und jeder fromme Gläubige wird, egal um welches Thema es geht, sich im Gegenzug für einen Ratschlag auf jeden Fall diesem beugen. Denn er weiß, dass jede Beurteilung und jeder Lösungsvorschlag auf dem Quran beruht und einen Vorteil bietet, damit er persönlich das Paradies erreichen kann.
Der Grund, warum fromme Gläubige in dieser Hinsicht anderen Menschen zum Vorteil gereichen besteht darin, dass sie, wie wir bereits eingangs erwähnt haben, nicht die Anerkennung anderer, sondern lediglich die Anerkennung Allahs suchen und daher nicht davor zurückschrecken offen zu sprechen. Dies ist auch dann so, wenn es sich um ein Thema handelt, dass dem Ego des Gegenübers widerstrebt, wie wir bereits zuvor festgestellt haben. Wichtig ist lediglich, dass das Gesagte dem Gegenüber einen Nutzen bringt, seine Fehler ausgeglichen werden und es ein Mittel darstellt, Allah näher zu kommen. Was immer für den Tag des Jüngsten Gerichts hilfreich ist, bringen die Gläubigen offen zu Sprache, ohne sich zu zieren. Doch gleichzeitig wenden sie nicht nur das offene Wort an, sie verhalten sich auch ausgesprochen sensibel, respektvoll, liebevoll und barmherzig dem nächsten gegenüber. Beispielsweise denken sie zuvor darüber nach, wie sie es einem Menschen am besten mitteilen können, wenn dieser entsprechend des Quran einen Mangel oder ein Laster hat, wie man dies am effektivsten und produktivsten darstellen kann. Sie verstehen es nicht nur so zu reden, dass sie die Begeisterung einer Person erwecken können, sie vergessen auch niemals die Bedeutung des entsprechenden Themas entsprechend hervorzuheben. Kurz gesagt denken sie zuvor nach, entwerfen und verwenden große Sorgfalt, um ihr Gegenüber „mit dem schönsten aller Worte“ zu warnen.
Ohne Zweifel kann niemand außer den gläubigen Muslimen, die nach der Anerkennung Allahs suchen, eine solche Sorgfalt und aufrichtige Bemühung aufbringen. So würden sich beispielsweise Unwissende keinesfalls darum bemühen, die Mängel und Laster ihres Gegenübers auszugleichen, außer ihnen erwächst daraus ein persönlicher Vorteil. Sie interessieren sich überhaupt nicht dafür, dass die Mängel und Fehler der anderen Menschen diese am Tag des Jüngsten Gerichts zu Scham und Reue bewegen werden. Denn sie versuchen nur ihre eigenen weltlichen Gewinne zu erlangen. Falls es sich aus irgendeinem Grund ergeben sollte, dass sie einem anderen einen Rat erteilen müssen, bemühen sie sich im Allgemeinen nicht darum ein gutes Wort zu finden oder konstruktiv zu sein. Sie betrüben ihr Gegenüber indem sie so reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Doch normalerweise bevorzugen sie es, sich nicht einzumischen. Denn eigentlich ist es eine schwere Aufgabe einen Menschen zu kritisieren, ihm einen Ratschlag zu erteilen und ihm zu sagen, dass er falsch handelt und dem rechten Weg folgen möge. Denn man muss auch die negativen Reaktionen des Gegenübers in Betracht ziehen.
Doch die frommen Muslime nehmen, wie wir es in den vorherigen Kapiteln bereits detailliert betrachtet haben, jede Art von Schwierigkeit auf sich und erwarten keinerlei Gegenleistung. Weil der Quran es ihnen aufgetragen hat, befehlen sie das Gute und verachten das Schlechte. Allah hat die Gläubigen durch den Quran folgendes zu diesem Thema offenbart:
Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen erstand. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Unrechte und glaubt an Allah... (Sure Al-Imran, 110)
Im Gegenzug hat Allah es Denjenigen, die an den Quran ermahnen, vereinfacht und diese Aufgabe für die gläubigen Sklaven zu einem Segen gemacht. In einem Vers hat Allah unserem Propheten (s.a.w.s.) offenbart, dass die Frommen entspannt sein sollen in Bezug auf das Erteilen von Ratschlägen und dass er den Quran offenbart hat, um ihnen diese Aufgabe zu erleichtern.
Ein Buch, zu dir hinabgesandt - deine Brust sei deswegen nicht beängstigt - auf dass du damit warnst und als eine Mahnung für die Gläubigen. (Sure al-A'raf, 2)
Denen (hilft Er,) die - wenn Wir ihnen auf Erden Macht verliehen haben - das Gebet verrichten und die Steuer entrichten und das Rechte gebieten und das Unrechte verbieten. Und Allah bestimmt den Ausgang aller Dinge. (Sure al-Hadsch, 41)
Und daher erwarten fromme Muslime, die alle diese Verse kennen, keinerlei Gegenleistungen und erteilen Ratschläge lediglich um die Anerkennung Allahs zu erhalten und folgen auch den Gläubigen auf die schönste Art, die ihnen einen Ratschlag erteilen und sie einladen zum rechten Weg.
Die Leugner folgen nicht dem wahren Wort
Die Leugner folgen nicht dem wahren Wort, also nicht Allah und Seinem Gesetzbuch dem Quran und sie folgen nicht dem Aufruf der Gesandten. So wie es im Vers heißt „Und wenn ihr sie zur Rechtleitung einladet, folgen sie euch nicht. Es ist gleich, ob ihr sie einladet oder ob ihr schweigt.“ (Sure al-A'raf, 193) erhalten die Frommen, die an Allah glauben, auf ihre Einladung und dafür, dass sie die wahre Moral aufzeigen, eine negative Reaktion. In jedem Wort und jeder Einladung, die man an sie richtet, suchen die Leugner das Schlechte und eine schlechte Absicht. Sie denken, dass die Person, die die Einladung ausspricht, daraus einen persönlichen Gewinn zieht und dies zeigen die Leugner meist als Rechtfertigung auf.
Doch wie wir bereits in den vorherigen Kapiteln feststellen konnten, haben die frommen Muslime, die zum wahren Wort aufrufen, dadurch keinerlei weltlichen Gewinn. Ihr einziges Ziel besteht darin, den Befehl Allahs auszuführen. Wenn jemand auf einen so selbstlosen Aufruf negativ Reagiert, so fügt sich diese Person nur selber Schaden zu. Doch die Leugner können diese Tatsache nicht begreifen und es geht ihnen nicht in den Verstand, dass die Rede von ihrem eigenen unendlichen Leben ist. Sie glauben sogar, dass sie einen Gewinn daraus ziehen, wenn sie dem an sich gerichteten Aufruf nicht folgen und lachen sich ins Fäustchen. Doch das ist eine höchst verschrobene Weltsicht und schadet ihnen. In einem Vers wird das Ende, das jemandem winkt, der seine Warnung in den Wind geschlagen hat, folgendermaßen beschrieben:
Wer sich aber von dem Gesandten trennt, nachdem ihm der richtige Weg deutlich geworden war, und einem anderen Weg als dem der Gläubigen folgt, dem wollen Wir den Rücken zeigen, wie er den Rücken gezeigt hat, und wollen ihn in der Hölle brennen lassen. Und wie schlimm ist dieses Ziel! (Sure an-Nisa, 115)
Doch weshalb folgen die Menschen nicht dem wahren Wort und streben nicht danach sich von ihren dunklen Seelen zu befreien, auf Erden und im Jenseits ein schönes Leben zu führen und sich von ihren Fehlern und Lastern zu befreien um das Gute, das Schöne und vor allem die Anerkennung Allahs zu erlangen? Wir können eine Vielzahl von Gründen hierfür aufführen. Insbesondere fürchten sie sich nicht vor Allah und dem Jenseits, sie betrachten sich nicht als eigenständig von ihren Fehlern und Lastern, ihrer Arroganz und wie in dem Vers „… Schwer ist für die Götzendiener das, wozu du sie aufrufst. ...“ (Sure asch-Schura, 13) beschrieben, verletzt es ihren Stolz.
Auf den folgenden Seiten werden wir etwas genauer betrachten, weshalb sich die Leugner nicht dem Aufruf Allahs unterwerfen.
Für diejenigen, die nicht an Allah und das Jenseits glauben
Falls sie irgendjemanden fragen, ob er sich vor Allah fürchtet, so wird dieser mit großer Wahrscheinlichkeit mit „Ja“ antworten. Doch um genau zu begreifen, ob jemand sich wirklich vor Allah fürchtet oder nicht, reichen Worte nicht aus. Ob jemand tatsächlich Ehrfurcht hat oder nicht, kann lediglich Allah wissen, der das tiefste Innere der Herzen kennt. Doch auch die frommen Muslime können dies sowohl aus den Worten als auch aus den Taten verstehen. Daher müssen die Taten und die Worte, die eine Person in Bezug darauf tut und spricht, im richtigen Verhältnis stehen, um die Anerkennung Allahs zu gewinnen. Fall ein Mensch seinen religiösen Pflichten Allahs gegenüber nicht ganz nachkommt, nicht davor zurückschreckt die von Ihm gesetzten Grenzen zu überschreiten oder nicht den Worten Allah folgt, wenn er daran erinnert wird, so kann man nicht davon ausgehen, dass dieser Mensch Erfurcht vor Allah verspürt.
Allah spricht über diejenigen, die den Ratschlägen, die man ihnen erteilt den Rücken zuwenden, folgendes:
Was ist denn mit ihnen, dass sie sich vor der Mahnung abwenden. Wie erschrockene Esel, die vor einem Löwen fliehen? Nein. Ein jeder von ihnen wünscht, dass ihm (persönlich) Schriftstücke (von Allah) entrollt werden. Nein! Das Jenseits fürchten sie nicht. Er ist führwahr eine Mahnung! So möge, wer will, es sich zu Herzen nehmen. (Sure al-Muddaththir, 49-55)
Wie wir aus den oben aufgeführten Versen entnehmen können, besteht der Grund, weshalb sich die Leugner einem Ratschlag entziehen oder gar davonlaufen, darin, dass sie sich nicht vor Allah und dem Jenseits fürchten. Doch diese Menschen sollten folgendes wissen: Zu jedem Ratschlag, dem sie sich verwehren und jedem wahren Wort, dem sie kein Gehör schenken, werden sie am Tag der Abrechnung befragt werden und sie werden dafür Qualen erhalten, die sie auf Erden niemals erlebt haben. Mit jedem Unverständnis, mit dem sie darauf reagieren, wenn ihnen die Wahrheit erläutert wird, mit jedem Nichtbefolgen eines Aufrufes zum rechten Weg, kommen sie der Hölle einen Schritt näher. Allah räumt diesen Menschen eine gewisse Frist auf Erden ein und schickt ihnen Mahner, weil er glaubt, dass sie „vielleicht einen Ratschlag erhalten und nachdenken“. Diese Frist führt diejenigen, die keine Furcht vor Allah hegen und nicht an das Jenseits glauben, die meiste Zeit hinters Licht. Weil sie glauben, dass sie noch viele Jahre leben werden, folgen sie nicht den Mahnungen und halten das auch nicht für problematisch. Sie machen sogar sehr respektlose und aufrührerische Kommentare und bringen das so weit wie etwa folgendes: „… Warum straft uns Allah nicht für was wir da sagen?...“ (Sure al-Mudschadala, 8). Es ist schlicht unmöglich, dass Menschen, die sich so weit von der Furcht vor Allah und der Tatsache des Jenseits entfernt haben, dass sie solche Worte verwenden können, dem Aufruf eines frommen Muslimen folgen könnten.
Diese Menschen werden erst im Angesicht des Todes begreifen, was für einen großen Verlust es für sie darstellt, dass sie dem wahren Wort nicht Folge geleistet haben. Doch in diesem Moment werden sie die wahre Bedeutung Allah zu fürchten mit ihrer gesamten Persönlichkeit erfahren. Sie fahren ein in die Höllenqualen und werden es lernen, indem sie Pein diese schmecken. Der Quran lässt uns wissen, dass diese Menschen in der Hölle folgende Worte hören werden:
An dem Tage, an dem die Ungläubigen dem Feuer ausgesetzt werden: "Ist dies nicht die Wahrheit?" Sie werden antworten: "Aber ja! Bei unserem Herrn!" Er wird sprechen: "So kostet die Strafe für eueren Unglauben!" (Sure al-Ahqaf, 34)
Sie folgen nicht ihrem Gewissen, sondern ihrem Ego
Ein Grund, weshalb die Leugner nicht dem Ruf zu Allah folgen besteht darin, dass sie nicht nach ihrem Gewissen handeln, sondern ihrem Ego folgen. Wenn ein Mensch in eine schwere Situation geraten ist, eine wichtige Entscheidung fällen muss oder zwischen Gut und Böse eine Wahl treffen muss, so sprechen in seinem Inneren zwei unterschiedliche Stimmen zu ihm. Während eine dieser beiden ihm das Wahre und Gute zeigt, beeinflusst die andere zum Schlechten und Falschen. Jeder Mensch hat diese Stimmen schon einmal gehört. Wenn es beispielsweise darum geht, dass ein Mensch Hilfe braucht, so sagt die eine der inneren Stimmen, dass man alles unternehmen und geben soll, was dieser Mensch braucht, während die andere einflüstert, dass man selber bedürftig wird, wenn man helfen würde und dass die andere Person diese Hilfe nicht verdienen würde. Die Stimme, die das Richtige und das Wahre zeigt, ist das Gewissen und das Gewissen ist die Stimme Allahs. Das Ich flüstert das Schlechte ein und ist die Stimme Satans. In der Sure asch-Schams befiehlt Allah, dass der Mensch Abstand nehmen soll vom Ich, welches das Böse befielt:
Bei der Seele und was sie bildete Und ihr ihre Schlechtigkeit ebenso eingab wie ihre Gottesfurcht: Wohl ergeht es dem, der sie läutert, Und verloren geht der, der sie verdirbt. (Sure asch-Schams, 7-10)
Wie es in dem Vers beschrieben ist, hat Allah dem Menschen nicht nur ein Ego geschenkt, sondern auch ein Gefühl dafür, sich von der Schlechtigkeit des Egos befreien zu können. Und so ist das Gewissen gleichzeitig der Wunsch sich davon zu befreien und leitet den Menschen zu einem Verhalten an, dass ihm die Anerkennung Allahs bringt. Wenn ein Mensch dieser Stimme Gehör schenkt und sich danach richtet, so lebt er ein reines Leben voller Schönheit und erlangt so die Anerkennung Allahs. Während das Gewissen dem Menschen einflüstert, dass er dem wahren Wort folgen möge, sich Allah hingeben soll und gewissenhaft die von Allah gesetzten Grenzen einhalten soll, so befielt das Ego das Schlechte und das Leugnen und dass man einen Ratschlag außer Acht lassen soll. Wenn ein Mensch nicht seinem Gewissen folgt sondern stattdessen seinem Ego, so ist das für ihn ein großer Schaden. Denn aus dem Mund des Propheten Josef lässt uns Allah in einem Vers wissen, dass das Ego zum Schlechten verleitet:
Doch ich will mich nicht selber reinwaschen. Seht, der Mensch ist zum Bösen geneigt, es sei denn, dass mein Herr Sich seiner erbarmt. Mein Herr ist fürwahr verzeihend und barmherzig." (Sure Yusuf, 53)
Das Gewissen ist eine der größten Segnungen, die Allah dem Menschen auf Erden geschenkt hat, damit er sich von der Schlechtheit des Ich entfernen kann. Denn das gesamte Leben des Menschen besteht aus Versuchungen. Er ist bei vielen Ereignissen, bei Aufrufen und Ratschlägen zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und eine Vielzahl von Entscheidungen zu treffen. Die gefällten Entscheidungen, seine Reaktionen und Entschlüsse bestimmen, wohin der Mensch im Jenseits gelangt. Das Gewissen befielt dem Menschen, egal was er tut, wo auch immer er sich befindet, mit was er konfrontiert ist und unter allen Bedingungen und Konditionen das richtige und gute Verhalten, wie es Allah gefällt. Egal ob der Mensch dies möchte oder nicht, auch wenn er sich darum bemüht, die Stimme seines Gewissens zu unterdrücken, so kann man diese innere Stimme dennoch nicht zum Schweigen bringen und sie flüstert dem Menschen jederzeit ein, was Rechtens ist. Wenn eine Person auf diese wahre Stimme hört und zum Weg zu Allah aufruft, so ist er verpflichtet das Gute zu befehlen und sich vom Bösen fern zu halten und liefert sich somit Allah aus.
Das Gewissen weiß genau, dass jeder Mensch dem rechten Weg Allahs, der guten Moral und der rechtmäßigen Religion folgen muss. Es weiß, dass der Mensch sich lediglich um die Anerkennung Allahs kümmern und sich auf das Jenseits vorbereiten soll und sich von allem weltlichen befreien muss. Doch diejenigen, welche die Religion verleugnen, begehen einen großen Fehler, indem sie die Stimme ihres Gewissens unterdrücken und ihr Leben so führen, dass sie den schlechten Eingebungen ihres Egos folgen.
Stellen wir uns beispielsweise einen Atheisten vor, der dem Irrtum anheim gefallen ist, dass es keinen Gott gibt. Dieser Mensch schenkt der Stimme seines Gewissens kein Gehör und wird zu einem Spielball seines Ichs. Denn jeder Mensch hat ein Gewissen und eine Auffassungsgabe, mit der er die Schöpfungsbeweise in seiner Umgebung erkennen kann und verstehen, dass nichts im Universum sich aus Zufall entwickelt haben kann und ein Zeichen für die Existenz der erhabenen Weisheit eines Schöpfers ist. Würde man solch einem Menschen das Bild eines Baumes zeigen und dazu sagen „dieses Bild ist durch Zufall entstanden, die Farben sind auf die Erde gefallen und haben sich zufällig vermischt. Es ist nicht bewusst gemacht worden.“ würde das niemand glauben. Doch womöglich kann derselbe Mensch seinen Verstand, seine Logik und sein Gewissen beiseite lassen und behaupten, dass ein echter Baum durch Zufall entstanden ist und nicht erschaffen wurde. Das ist ein offensichtliches Beispiel dafür, dass jemand nicht auf die Wahrheit hört, welche die Stimme des Gewissens sagt und sich sträubt, um seinem Ego zu folgen.
Denn wenn wir uns in unserer Umgebung umsehen, so sehen wir viele Menschen, die dieser verdrehten Logik folgen. Wenn man diese Menschen zum Glauben aufruft, so bleibt das ergebnislos. Diese Menschen sträuben sich gegen die Beweise, die ihnen gezeigt werden und beugen sich nicht dem wahren Wort, damit sie der Stimme des Gewissens nicht folge leisten zu müssen. Doch diese Menschen sollten nicht außer Acht lassen, dass sie am Tag der Abrechnung bereuen werden, dass sie auf dieser Welt nicht die Aufrufe erhört haben und die unendliche Weisheit Allahs, Der sie erschaffen hat, nicht erkannt haben.
Weil sie glauben, dass sie etwas Besseres als die anderen Menschen sind
Eines der größten Hindernisse, die den Leugner davon abhalten dem wahren Wort und dem Weg der Gläubigen zu folgen, sind Stolz und Arroganz. Auch aus den Worten „Und sie leugneten sie in Böswilligkeit und Hochmut, obwohl sie innerlich davon überzeugt waren. Schau nur, wie das Ende der Missetäter war!“ (Sure an-Naml, 14) wird deutlich, dass Stolz einer der wichtigsten Motivationen für das Leugnen sind. Nimmt man die Worte Hochmut und Arroganz in den Mund, sollte einem sofort der Teufel in den Sinn kommen. Denn der Satan wurde aus diesem Grund aus der Anwesenheit Allahs verbannt. Allah erklärt dieses Ereignis im Quran folgendermaßen:
Und wahrlich, Wir erschufen euch und formten euch dann. Dann sprachen Wir zu den Engeln: "Werft euch vor Adam nieder!" Und sie warfen sich nieder, außer Iblis. Er war nicht bei denen, die sich niederwarfen. Er sprach: "Was hinderte dich, dich niederzuwerfen, als Ich es dir befahl?" Er sagte: "Ich bin besser als er. Du hast mich aus Feuer erschaffen, ihn aber erschufst Du aus Ton." Er sprach: "Weg und hinab mit dir! Es geziemt dir nicht, hier hochmütig zu sein. Darum hinaus mit dir, siehe, du bist einer der Gedemütigten." (Sure al-A'raf, 11-13)
Wie wir diesen Versen entnehmen können, fiel es dem Stolz des Satans schwer, den Propheten Adam anzubeten und daher behauptete er, dass er über diesen erhaben wäre. Das ist der Grund, warum er aus dem Paradies vertrieben wurde. Und genauso verhält es sich mit den Menschen, die auf Erden dem Weg Satans folgen. Weil sie bereit sind den Einflüsterungen Satans eher zu folgen als dem wahren Wort, begegnen sie dieser Aufforderung stolz und hochmütig. Wenn man beispielsweise einen solchen Menschen auf sein fehlerhaftes Verhalten aufmerksam macht und ihm sagt, dass sein Verhalten entsprechend des Quran falsch ist, so wird das seinen Stolz verletzen. Daher wird er dieser Mahnung nicht folgen und keinesfalls sein fehlerhaftes Verhalten ausmerzen. In einem anderen Vers sagt Allah, dass die Größe des Stolzes den Menschen zur Sünde verleitet.
Spricht man zu ihm: "Fürchte Allah, " so ergreift ihn sündiger Stolz. Darum ist sein angemessener Lohn die Hölle – was für eine üble Ruhestätte! (Sure al-Baqara, 206)
In einem anderen Vers sagt Allah, dass es vielen Menschen aus demselben Grund schwer Fällt dem Aufruf zu folgen.
... Schwer ist für die Götzendiener das, wozu du sie aufrufst. Allah erwählt dafür, wen Er will, und leitet dahin, wer sich reumütig bekehrt. (Sure asch-Schura, 13)
Eine der Ausreden, welche laut dem Quran ständig von den Leugnern vorgeschoben wird, um dem rechten Weg nicht folgen zu müssen, ist dass Diejenigen, die Ratschläge erteilen, keine Menschen aus Fleisch und Blut wären. Diese Geisteshaltung haben Leugner zu allen Zeiten hervorgebracht. Diese altertümliche Ansicht hat Allah in vielen Versen erläutert:
Sie antworteten: "Ihr seid doch nur Menschen wie wir. Und der Erbarmer hat nichts herabgesandt. Ihr seid nichts als Lügner!" (Sure Ya Sin, 15)
Und die Anführer seines Volkes, die nicht glaubten, sagten: "Wir sehen in dir nur einen Menschen wie wir. Und wir sehen, dass dir nur die Niedrigsten unter uns folgen, in übereiltem Entschluss. Und wir sehen in euch auch keinen Vorzug über uns, sondern halten euch für einen Lügner." (Sure Hud, 27)
Doch die Anführer seines Volks, die nicht glaubten, sagten: "Dies ist ein Mensch wie ihr, der sich nur über euch erheben will. Denn wenn Allah gewollt hätte, hätte Er gewiss Engel entsandt. Wir haben solches nie von unseren Vorvätern gehört. (Sure al-Mu'minun, 24)
Laut dieser verdrehten Einstellung, die in den Versen beschrieben wird, muss ein Mensch, um einen anderen zum Glauben aufrufen zu können, über erhabene Eigenschaften verfügen oder sogar eine Existenz sein, die über Fehler und Laster erhaben ist. Auf diese verdrehte Denkart der Leugner haben die Gesandten folgende Antwort geliefert:
Ihre Gesandten sprachen zu ihnen: "Wir sind zwar nur Menschen wie ihr. Jedoch ist Allah gnädig gegen wen von Seinen Dienern Er will. Und es ist nicht an uns, euch einen Beweis zu bringen, außer mit Allahs Erlaubnis. Und auf Allah sollen die Gläubigen vertrauen. (Sure Ibrahim, 11)
Eine andere Art der Ablehnung besteht darin, dass man nicht akzeptiert, dass das Gegenüber intelligenter sein könnte als man selber oder noch fundiertere Beschlüsse fassen könnte und dass man selber davon ausgeht, dass man in jedem Fall intelligenter wäre. Menschen, die über diese schlechte Eigenschaft, die wir als „vom eigenen Verstand überzeugt sein“ bezeichnen können, verfügen, verpassen viel. Selbst wenn diese Menschen gut und richtig sind, so sind sie doch in ihren Ideen verfangen. Sie können nicht den geringsten Ratschlag oder Belehrung annehmen. Weil sie von ihrem eigenen Verstand so überzeugt sind, sind sie taub und blind für irgendwelche Aufrufe. Dabei spricht Allah „… Wir erhöhen um Rangstufen, wen Wir wollen. Und über jedem Wissenden gibt es einen noch mehr Wissenden.“ (Sure Yusuf, 76) und warnt, dass der Mensch von diesem Fehlverhalten Abstand nehmen möge.
Daher muss ein Mensch offen sein für jede Art von Idee, Kritik, Warnung oder Ratschlag, wenn er meint, dass er intelligenter ist als die anderen. Allerdings sollten diese Ideen, Mahnungen und Ratschläge unbedingt entsprechend dem Quran sein. Denn die Kritik, welche die Unwissenden sich gegenseitig geben können, ist entsprechend ihrer eitlen Grenzen und schlechter Moral und kann nicht zum wahren Weg führen. Lediglich die Wahrheit, die Allah dem Menschen mit dem Quran offenbart hat, ist für die Menschen von Nutzen. Denn die Frommen sind Menschen, die Ereignisse aus dem Blickwinkel des Quran bewerten können und haben einen reinen Verstand. Weil ihre Beurteilungen, ihr Blickwinkel und ihre Einschätzung anhand der Logik des Quran getroffen werden, sind sie immer höchst trefflich. Ebenso sind dementsprechend auch die Lösungswege und Problemlösungen, die sie sich gegenseitig vorschlagen, treffsicher. Daher ist alles, was die Frommen sagen, sowie ihre Warnungen und ihre Ratschläge die weiseste Art zu handeln.
Nur Menschen, welche ihren eigenen Verstand als ausreichend betrachten und die selbstzufrieden sind, haben keinen Bedarf daran sich weiterzuentwickeln. Daher können sie das Richtige und das Wahre nicht finden und sind gefangen in ihrer eigenen kleinen Welt und akzeptieren ein Leben mitsamt ihren Fehlern, Mängeln und Lastern. Diese Menschen verlieren viel durch ihren Stolz und ihren Hochmut. Das Gute und Wahre, was sie glücklich machen würde, die befriedende Wahrheit - wenngleich auch ihre Gewissen diese anerkennen würde - akzeptieren sie aus purem Hochmut heraus nicht. Erst wenn sie die Qualen der Hölle schmecken, wird dieser Stolz und Selbstgefälligkeit ein Ende finden. Hier verneigt der Ungläubige sein Haupt vor Allah und liefert sich ihm aus, wird auf ewig betteln aber er hört darauf die Worte „Koste! Du warst doch angeblich der Mächtige, der Edle!“ (Sure ad-Dukhan, 49).
Die Leugner vergelten das wahre Wort mit Schlechtem
Sie sagten: "Ihr seid für uns ein böses Omen. Und wenn ihr kein Ende macht, dann werden wir euch gewiss steinigen, und so trifft euch unsere schmerzliche Strafe." Sie sprachen: "Euer böses Omen seid ihr selbst! Und dies, obwohl ihr gewarnt seid. Nein, ihr seid ein maßloses Volk!" (Sure Ya Sin, 18-19)
In dem oben aufgeführten Vers wird von der Reaktion auf die Ratschläge erzählt, welche die Gesandten erführen, als sie in eine Stadt kamen, in der sie die Menschen ermahnten. Wie man anhand dieses Beispiels erkennen kann wurden die frommen Muslime, die zum wahren Wort der rechten Religion aufgerufen haben, direkt bedroht. Und der einzige Grund für diese Drohungen bestand darin, dass sie zu Allah und Seiner Religion aufgerufen haben. Deswegen wurden sie mit großem Hass und Wut bedacht. Es verhält sich so, dass dieser Hass und diese Wut manchmal den Zeitgeist widerspiegeln. Allah erläutert im Quran diese Denkweise der Leugner folgendermaßen:
Fürwahr, die Ungläubigen möchten dich gerne mit bloßem Blick zu Fall bringen, wenn sie diese Ermahnung hören. Und sie sagen: "Seht, er ist wirklich besessen!" Doch dies ist nichts anderes als eine Ermahnung für alle Welt. (Sure al-Qalam, 51-52)
Wie Allah uns mit dem oben genannten Vers wissen lässt, verspüren die Leugner gegenüber den Gesandten einen solch tiefen Hass, nur weil diese sie zum Recht aufrufen und sie ans Jenseits und den Tag der Abrechnung erinnern. Dabei sind solche Reaktionen nur ein Zeichen für ihre Hilflosigkeit und ihre Hoffnungslosigkeit gegenüber dem Recht. Weil sie keinerlei Erklärung gegenüber dem Recht haben, versuchen sie die frommen Muslime auf diese Art zum Schweigen zu bringen und die Wahrheit zu verschleiern. Die Gläubigen hingegen lassen sich von solchen Reaktionen nicht abbringen und sie verbreiten weiterhin auf die Art und Weise, wie Allah ihnen geheißen hat, das wahre Wort.
Der Quran nennt uns das Beispiel des Propheten Abrahams, der seinen Vater dazu aufruft Allah zu folgen und die Reaktion des Vaters. Dieses Beispiel ist sehr geeignet um die gegensätzlichen Haltungen zu beschreiben.
Als er zu seinem Vater sprach: "O mein Vater! Warum verehrst du, was weder hört noch sieht und dir nichts nützt? O mein Vater! Siehe, nun ist zu mir Wissen gekommen, das nicht zu dir kam. So folge mir, damit ich dich auf den rechten Pfad leite. O mein Vater! Diene nicht dem Satan. Wahrlich, der Satan war ein Rebell gegen den Erbarmer. O mein Vater! Ich fürchte fürwahr, dass dich eine Strafe des Erbarmers trifft und dass du ein Freund des Satans wirst," Er sagte: "Verwirfst du meine Götter, o Abraham? Gibst du dies nicht auf, wahrlich, dann steinige ich dich, So halte für eine Weile Abstand von mir!" Er sprach: "Frieden sei mit dir! Ich werde meinen Herrn um Verzeihung für dich anflehen. Er ist gewiss gütig zu mir. Doch ich will mich von euch trennen und von dem, was ihr neben Allah anruft. Und ich will zu meinem Herrn beten; meinen Herrn werde ich gewiss nicht umsonst anrufen!" (Sure Maryam, 42-48)
Es gibt nur einen Grund, weshalb der eigene Vater dem Propheten Abraham, der selber so ein hoch moralischer und sanftmütiger Prophet Allahs war, eine so feindselige Haltung angenommen hat: Der Propheten Abraham versuchte ihn zu Allah zu rufen, er lud ihn also dazu ein dem wahren Wort zu folgen... Während Prophet Abraham das getan hat, verhielt er sich seinem Vater gegenüber ausgesprochen respektvoll und verwendete schöne Formulierungen, doch sein Vater reagierte darauf mit hasserfüllten Antworten. Und dennoch hat der Prophet Abraham sein Verhalten nicht verändert, er hat sich in Frieden von seinem Vater, der in seiner Unwissenheit verhaftet geblieben ist getrennt, so wie Allah es befohlen hat.
Diejenigen, die das wahre Wort überhören
Wie wir auf den vorherigen Seiten gesehen haben reagieren diejenigen, die dem Wort der Frommen nicht folgen, oft sehr unterschiedlich. Einige verhalten sich aggressiv, andere wenden sich ab, wieder andere sind hasserfüllt und weisen die Worte wütend zurück. Aber es gibt auch Diejenigen, die sämtliche Ratschläge überhören und gar nicht reagieren. Allah hat uns im Quran auch mit diesen Menschen bekannt gemacht. Es handelt sich dabei um Menschen, „… in deren Herzen Krankheit ist, und für die, deren Herzen verhärtet sind...“ um es mit einem Quranvers auszudrücken. (Sure al-Hadsch, 53). Was auch immer die frommen Gläubigen aufrecht und weise erklären, es hat auf diese keinerlei Einfluss. Den Grund dafür, weshalb sie nicht reagieren, beschreibt Allah im Quran folgendermaßen:
... Herzen haben sie, mit denen sie nicht verstehen. Augen haben sie, mit denen sie nicht sehen. Und Ohren haben sie, mit denen sie nicht hören. Sie sind wie das Vieh, ja verirren sich noch mehr. Sie sind die Achtlosen. (Sure al-A'raf, 179)
Einige von ihnen hören dir zwar zu. Aber kannst du Taube hörend machen, wenn sie ihren Verstand nicht gebrauchen wollen? Und andere von ihnen schauen dir zu. Aber kannst du Blinde leiten, wenn sie nicht sehen wollen? Siehe, Allah fügt den Menschen kein Unrecht zu, vielmehr fügen die Menschen sich selber Unrecht zu. (Sure Yunus, 42-44)
Sprich: "Ich warne euch nur der Offenbarung gemäß!"; doch wenn sie gewarnt werden, hören die Tauben den Ruf nicht. (Sure al-Anbiya, 45)
Auch wenn ihre Augen sehen und ihre Ohren hören, sind sie laut dem Quran blind und taub. Insbesondere mit dem Vers „... Doch nicht ihre Augen sind blind; blind sind vielmehr die Herzen in ihrer Brust.“ (Sure al-Hadsch, 46) ist von einer Blindheit der Herzen im übertragenen Sinn die Rede. Das ist eigentlich ein sehr großes Leid, welches Allah den Menschen gegeben hat, welche die Religion ablehnen. Denjenigen, die sich nicht verneigen und die leugnen, hat Allah vollständig den Verstand und das Verständnis aus den Händen genommen. Aus diesem Grund können sie nicht verstehen, obwohl ihnen erklärt wird und sie zuhören. In einem anderen Vers erklärt Allah diesen Zustand der Leugner mit folgenden Worten:
Und einige unter ihnen hören dir zu. Doch Wir haben auf ihre Herzen Hüllen und in ihre Ohren Taubheit gelegt, so dass sie ihn nicht verstehen. Obwohl sie jedes Zeichen (der Wahrheit) sehen, glauben sie nicht daran… (Sure al-An'am), 25)
Und genau deswegen sagt Allah in seinen Versen den Gläubigen, dass es genauso Erfolg versprechend ist einen solchen Menschen aufzurufen, als würde man einen Toten belehren.
Du wirst bestimmt die Toten nicht hörend machen und auch nicht bewirken, dass die Tauben den Ruf hören, wenn sie den Rücken kehren. Und du wirst auch die Blinden nicht aus ihrem Irrtum herausführen. Du kannst nur den hörend machen, der an Unsere Botschaft glaubt, und das sind die Gottergebenen. (Sure an-Naml, 80-81)
Wenn ein Mensch nicht sieht, wenngleich er schaut und das, was er hört und sieht nicht begreift, kurz gesagt das Auge des Herzens verschlossen ist, so ist das für das Gegenüber eine schwer hinzunehmende Reaktion. Doch die Leugner begreifen nicht, dass sie sich in diesem Zustand befinden und dass dies zu ihren Ungunsten ist und verhalten sich weiterhin aggressiv, leugnerisch und egoistisch. Im Quran heißt es, dass diese Menschen in großer Sorglosigkeit befinden und ihre Haltung nicht aufgeben.
Und sie sagen: "Unsere Herzen sind vor dem, wozu du uns aufrufst, verhüllt, und in unseren Ohren ist Taubheit, und zwischen uns und dir ist ein Vorhang. So handle also. Auch Wir werden handeln." (Sure Fussilat, 5)
Aus diesen Worten, die sie verschwenden zeigt sich, dass sie sich nicht über das Ende, welches sie erwartet, bewusst sind. Die Leugner sind blind und sorglos im eigentlichen Sinne. Ohne Zweifel sollte jeder Mensch sich davor hüten einer der Menschen, wie sie im vorherigen Vers beschrieben sind, zu werden. Denn diese Menschen führen ihr Leben ohne etwas begriffen zu haben. Weil sie der Wahrheit Allahs nicht folgen und nicht zuhören, können sie nicht nach der Moral des Quran leben und nicht die Gebote und Ratschläge Allahs befolgen. Weil sie sich von den Mahnungen und den erteilten Ratschlägen abwenden und leugnen, werden sie eines Tages dem Tod ins Auge sehen. Die Qualen, denen die Leugner im Tode begegnen, werden in den Versen folgendermaßen beschrieben:
Sähest du nur die Engel, wie sie die Ungläubigen zu sich nehmen, indem sie ihnen in das Gesicht und auf den Rücken schlagen und (sprechen:) "Kostet die Strafe des Verbrennens! Dies ist für das, was euere Hände voraussandten! Denn Allah ist gegen Seine Diener nicht ungerecht." (Sure al-Anfal, 50-51)
Bevor diese Menschen diesen Tag erleben müssen sollte man sie daran erinnern, dass ihre Ausreden sie am Tag der Abrechnung nicht bewahren werden. Denn dass sie im Leugnen verharren, dem Wege Satans folgen und dem wahren Wort nicht folgen ist ihre eigene Entscheidung. Wie der oben aufgeführte Vers beschreibt, ist Allah seinen Dienern gegenüber nicht ungerecht. Diese Tatsache wird in einem anderen Vers folgendermaßen bekannt gegeben:
Aber Wir zerstören keine Stadt, die keinen Warner gehabt hatte. Zu ihrer Ermahnung; denn Wir sind nicht ungerecht. (Sure asch- Schu'ara', 208-209)
Wer nicht dem wahren Wort folgt, folgt dem Weg Satans
Wie wir bereits in den vorherigen Kapiteln erwähnt haben, hat Allah zu jeder Zeit mit Hilfe seiner frommen Sklaven die Menschen zur Moral des Quran aufgerufen und Ihn anzuerkennen. Doch abgesehen der Treuen im Glauben, ist die Mehrzahl der Menschen diesem Aufruf nicht gefolgt und auf diese Worte, die zum Wohle des entsprechenden Menschen gesprochen wurden, haben sie mit Schlechtigkeit, Rachsucht und negativ reagiert.
Es lohnt, einen wichtigen Punkt zu betrachten. Nämlich die negative Reaktion der Leugner aus früheren Jahrhunderten, die Quran beschrieben ist. Doch es wäre ein Fehler bei der Lektüre zu meinen, dass dieses Verhalten lediglich in der Vergangenheit vorgekommen ist und heute nicht mehr existiert. Dasselbe falsche Verhalten gibt es auch noch heute, ganz ähnlich wie damals und auch in Zukunft wird es dies noch geben. Aus diesem Grund sollte die Lektüre der alten Geschichten über die Stämme ein Beispiel sein, damit der Mensch nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholt und erlebt.
Außerdem sollte eine Person, die Ratschlägen nicht folgt, die Formulierungen der Stämme betrachten, die im Quran genannt sind und dabei denken „So spreche ich nicht, das bedeutet, dass ich keiner derjenigen bin, von denen im Quran die Rede ist.“ Denn das eigentlich Wichtige besteht in der Betrachtung, nachdem diese Worte ausgesprochen wurden und in der Denkart. Während einige Menschen punktgleich dieselben Formulierungen verwenden, wie die Menschen, die im Quran beschrieben wurden, drücken sich manche anders aus oder haben eine andere Haltung. Doch die Geisteshaltung, die dahinter steht, ist immer gleich. Denn auch wenn sich die Zeiten ändern, so ändert sich doch nicht die Geisteshaltung derjenigen, die dem rechten Weg nicht folgen, die dem Ratschlag den Rücken zuwenden und leugnen. Auch wenn Jahrhunderte vergangen sind, so ändert sich doch nichts an der Wahrheit, die im Quran beschrieben ist.
Denn nicht nur der Stamm Noahs hatte sich getäuscht. Der Quran informiert uns, dass sich noch viele andere, die später folgten, ebenso getäuscht haben und ein ähnliches Verhalten aufgewiesen haben.
(Schon) vor ihnen bestritten dies das Volk Noahs und danach die Verbündeten. Jedes Volk plante, sich an Seinen Gesandten zu vergreifen. Und sie stritten mit trügerischen Beweisen, um die Wahrheit dadurch zu widerlegen. Darum erfasste Ich sie, und wie war Meine Züchtigung! (Sure Ghafir, 5)
Dabei haben die Gesandten, die zu diesen Stämmen geschickt wurden und die Muslime, die ihnen folgten, die Menschen vor den Feuern der Hölle deutlich gewarnt. Sie haben Nachricht darüber gegeben, dass diejenigen, die ihren eigenen eitlen Religionen der Religion Allahs den Vorzug geben sowohl auf Erden als auch im Jenseits Schaden und Qualen erleiden werden. Denn der Weg, dem diese Menschen folgen, ist nicht der Weg Allahs, sondern der Weg des Teufels. Und der Teufel ruft den Menschen nicht zur Befreiung auf, sondern zum Höllenfeuer. Allah beschreibt diese Wahrheit in einem Vers folgendermaßen:
Satan ist wirklich euer Feind. So betrachtet ihn auch als Feind. Er lädt ja seine Anhänger dazu ein, Gefährten der Feuersglut zu werden. (Sure al-Fatir, 6)
Indem sie sich abwenden, wenn die Muslime sie zur Gnade und Barmherzigkeit Allahs und zum Paradies aufrufen, folgen diese Menschen der Einladung des Teufels. Niemand würde, wenn man ihn fragt sagen „ich folge nicht dem Quran, aber ich gehorche Satan“ antworten, jeder würde dies weit von sich weisen. Doch egal ob die Leugner dies einsehen oder nicht, wenn sie dem wahren Wort nicht folgen, so haben sie de facto diese Entscheidung getroffen.
Diejenigen, die dem Aufruf zum Paradies und zur Gnade Allahs nicht folgen und stattdessen dem Ruf des Satans folgen und auf seine Predigten hereinfallen, werden im Jenseits dem Verderben anheim gestellt sein. Denn Satan, dem sie gefolgt sind, wird sie auf halbem Weg im Stich lassen. In einem anderen Vers teilt Allah mit, was denjenigen im Jenseits zustoßen wird, die dem Weg Satans gefolgt sind:
Und wenn das Urteil gefällt ist, wird Satan sprechen: "Seht, Allah gab euch ein wahres Versprechen. Ich versprach euch auch (manches), aber hinterging euch. Doch Gewalt hatte ich über euch nicht, sondern rief euch nur, und ihr habt auf mich gehört. Tadelt mich deshalb nicht, sondern tadelt euch selber. Ich kann euch keine Hilfe bringen, und ihr könnt mir nicht helfen. Siehe, ich hatte stets geleugnet, Allah gleich zu sein, Dem ihr mich beigesellt hattet." Siehe, die, welche Unrecht begehen, tiiftt schmerzliche Strafe. (Ibrahim Sure, 22)
Die Prüfungssituation, die wir ganz zu Anfang beschrieben haben, besteht aus dem Aufruf Satans und dem der Gläubigen, diese Tatsache ist für jeden Menschen auf Erden gültig. Doch es obliegt der Persönlichkeit jedes Einzelnen, für welche Richtung er sich entscheidet. Der Mensch sollte nicht außer Acht lassen, dass er das ewige Leben entsprechend seiner Wahl verbringen wird. Diejenigen, die dem Ruf Satans folgen, werden in der Hölle verdammt werden, diejenigen, die sich dem wahren Wort ergeben, werden dafür das ewige Paradies erleben. Es ist an jedem Einzelnen, den Rat zu bedenken und dem wahren Wort zu folgen:
... Jene laden zum Feuer ein. Allah aber lädt mit Seiner Gnade zum Paradies ein und zur Verzeihung und macht den Menschen Seine Botschaft klar; vielleicht nehmen sie es sich zu Herzen. (Sure al-Baqara, 221)

DAS WAHRE WORT SPRECHEN


 
Siehst du nicht, womit Allah ein gutes Wort vergleicht? Es ist gleich einem guten Baum, dessen Wurzel fest ist und dessen Zweige in den Himmel reichen, Und der seine Ernte mit seines Herrn Erlaubnis zu jeder Zeit abwirft... (Sure Ibrahim, 24-25)
Bis hierher war die Rede davon, dass das wahre Wort zum Weg Allahs aufruft und wir haben die Haltung derjenigen besprochen, die diesem Aufruf folgen sowie derer, die ihm nicht folgen. Doch gleichzeitig hat Allah im Quran dem Menschen aufgetragen, dass sie untereinander das wahre Wort verbreiten mögen und sich gegenseitig gut anreden sollen. Hierbei handelt es sich um eine Notwendigkeit, die aus der Moral des Quran entsteht. Allah spricht auch wahre Worte zu den Frommen, die diesen Befehl sorgsam befolgen. Sie verwenden die schönsten Anreden füreinander und ehren sich gegenseitig. So würden Fromme niemals schlechte Spottnamen füreinander verwenden. Denn Allah hat den Gläubigen in einem Vers solch hässliches Treiben verboten:
O ihr, die ihr glaubt! Kein Volk soll über ein anderes spotten - vielleicht sie sind besser als sie - auch Frauen nicht über andere Frauen - vielleicht sind sie besser als sie. Verleumdet einander nicht und gebt einander keine Schimpfnamen. Schlimm ist es, jemand als sündhaft zu bezeichnen, nachdem er den Glauben angenommen hat; und wer es nicht bereut, tut Unrecht. (Sure al-Hudschurat, 11)
Der Quran lehrt uns auch am Beispiel wie man sich den Eltern gegenüber verhalten soll, dass ich die Menschen mit schönen Anreden titulieren soll. Ein Vers zu diesem Thema lautet so:
Dein Herr hat bestimmt, dass ihr Ihn alleine anbeten sollt und dass ihr gegen euere Eltern gütig seid, auch wenn der eine von ihnen oder beide bei dir ins hohe Alter kommen. Sag daher nicht "Pfui!" zu ihnen und schelte sie nicht, sondern rede mit ihnen auf ehrerbietige Weise. (Sure al-Isra, 23)
Man sieht, dass Allah im Quran den Frommen nicht nur das wahre Wort befielt, sondern sie auch lehrt, wie man das wahre Wort am besten spricht. Denn das Beispiel, welches im Vers für das Verhalten den Eltern gegenüber gegeben wird, ist eindeutig. Die Menschen einer unwissenden Gesellschaft sprechen ihre Eltern normalerweise ebenfalls respektvoll an. Doch wenn sie im Konflikt mit ihrem Profit stehen, wenn es ihrem Ego widerstrebt, können sie dieses Verhalten sofort verändern. Doch im Quran gibt es ein so feines Moralverständnis, dass ein frommer Muslim seinen Eltern gegenüber nicht einmal „pfui“ sagen darf. Und dieses Verständnis bleibt ein Leben lang, in jeder Situation aufrecht. Denn dies ist ein Befehl Allahs und ist ein sehr schöner Weg, um Seine Anerkennung zu gewinnen.
Wir sollten auch feststellen, dass die Frommen das von Allah befohlene wahre Wort nicht nur untereinander sprechen. Sie wenden sich an jeden Menschen auf die schönste Art. Eines der prägnantesten Beispiele dafür ist wie der Prophet Moses zum Pharao geht, um seine Forderung zu stellen und sich nach der ihm befohlenen Art verhält. Der Pharao ist sicherlich einer der brutalsten Unterdrücker der Geschichte. Allah äußerte sich Prophet Musa gegenüber folgendermaßen über den Pharao:
Geht beide zu Pharao. Siehe, er überschreitet das Maß. Doch sprecht mit ihm auf freundliche Weise. Vielleicht lässt er sich ermahnen oder lernt, (Mich) zu fürchten." (Taha Sure, 43-44)
Ohne Frage ist das Verhalten und die Tatsache, dass der Prophet Moses gegenüber dem Pharao, einem Feind der Religion und der Muslime, sanfte Worte wählt, ein wichtiges Vorbild wie Muslime sich in solchen Situationen verhalten sollen. Wie wir aus dem Beispiel erkennen können, bemühen sich Muslime, wenn sie zu Allah aufrufen, die schönsten Worte zu finden.
Allah hat im Quran folgendes Beispiel dafür geliefert, was für ein großer Segen das wahre Wort ist und wie viel Wohl es dem Menschen bringt:
Siehst du nicht, womit Allah ein gutes Wort vergleicht? Es ist gleich einem guten Baum, dessen Wurzel fest ist und dessen Zweige in den Himmel reichen, Und der seine Ernte mit seines Herrn Erlaubnis zu jeder Zeit abwirft... Festigen wird Allah die Gläubigen durch das festigende Wort, im irdischen Leben und im Jenseits, Doch Allah lässt die Ungerechten irregehen, Und Allah tut, was Er will. (Sure Ibrahim, 24-27)
Wie wir aus diesen Versen erkennen, erwarten denjenigen, der das wahre Wort spricht, sowohl im Diesseits als auch im Jenseits die größten Freuden und unvergleichliche Segnungen. Doch diejenigen, die schlecht sprechen, gelangen auf den Weg der Finsternis, der sie in die Hölle führt. Aus diesem Grund bemühen sich die Gläubigen dem wahren Wort zu folgen und dadurch ins Paradies zu gelangen.
Satan versucht vom wahren Wort abzubringen
Der Satan versucht die Mehrheit der Menschen davon abzubringen das wahre Wort zu sprechen oder ihm zu folgen. Allah teilt uns im Quran mit, dass der Teufel versuchen würde den Menschen davon abzubringen das wahre Wort zu sprechen und dass Satan auf diesem Weg versucht Feindschaft zu sähen.
Und sage Meinen Dienern, sie sollen stets freundlich sprechen. Denn der Satan sucht unter ihnen Streit zu stiften. Fürwahr, der Satan ist ein offenkundiger Feind der Menschen. (Sure al-Isra, 53)
Wie wir wissen, stellte sich Satan aufgrund seines Stolzes gegen Allah und verlangte vom Propheten Adam, dass dieser wählen würde. Später schwur er, dass er den Menschen, den er als untergeordnet betrachtete, vom rechten Weg abbringen würde. Deswegen wird an vielen Stellen des Quran darüber berichtet, dass der Teufel sich darum bemeüht den Menschen vom rechten Weg abzubringen und dass er auf viele Ungläubige einen starken Einfluss hat. Einige der satanischen Einflüsse bestehen darin, dass er das irdische Leben als schmuckvoll und attraktiv erscheinen lässt, dass er Hirngespinste in Bezug auf die Religion in den Herzen der Menschen erweckt und sie zum zweifeln anregt und dazu bringt, dass sie ohne Schwierigkeiten unmoralisch, beispielsweise stolz, arrogant, neidisch und egoistisch, handeln können. Ein weiterer Einfluss des Satans besteht darin, dass er eine Vielzahl von Ausreden und Ausflüchten hervorbringt, die den Menschen davon abhalten der Moral des Quran und der Einladung zu folgen. Auf diese Art bringt er den Menschen vom rechten Weg ab und verhindert, dass sie sich Allah anvertrauen.
Satan erwartet von den Menschen, dass sie nicht der Stimme ihres Gewissens folgen, sondern sich genau entgegengesetzt verhalten. Dieses niederträchtige Anliegen verfolgt er auf unterschiedliche Arten und bemüht sich, ohne es sich anmerken zu lassen, diese Unmoral logisch und schön erscheinen zu lassen. Im Ergebnis dessen glauben viele Menschen an die schön geschmückten Worte des Teufels und folgen nicht der Stimme ihres Gewissens, sondern seinem Weg. Doch hierbei sollte man etwas wissen: Der Teufel hat keinerlei Einfluss auf diejenigen, die Glauben. Nur auf die Ungläubigen hat er Einfluss. In der Sure an-Nahl erklärt Allah uns diese Tatsache:
Siehe, er hat keine Macht über die, welche gläubig sind und auf ihren Herrn vertrauen; Denn seine Macht reicht nur über die, welche seinen Beistand suchen und Ihm Gefährten geben. (Sure an-Nahl, 99-100)
Für diejenigen, die ihrem eigenen Ego folgen und sich mit dem Teufel verbünden, stehen die irdischen Freuden über allem. Selbst wenn sie beispielsweise wissen, dass sie verzeihen sollten und eher ein wahres Wort als ein schlechtes Wort sprechen sollten, so folgen sie ihrem Ego und bevorzugen es nicht zu verzeihen und auf ein schlechtes Wort mit einem noch schlechten zu reagieren. Bei diesem verzogenen Weltbild ist es ein Zeichen von Erhabenheit, wenn man widerspricht, verhöhnt, stolz ist und beleidigt. Die Selbstsucht bringt solche Menschen dazu von sich selbst überzeugt zu sein, den Worten des Teufels und der Verlockung Gehör zu schenken und daher der Stimme des Gewissens nicht zu lauschen und nicht dem wahren Wort zu folgen. Allah teilt uns diese Tatsache mit folgenden Worten mit:
Und sie leugneten sie in Böswilligkeit und Hochmut, obwohl sie innerlich davon überzeugt waren. Schau nur, wie das Ende der Missetäter war! (Sure an-Naml, 14)
Menschen, die dieser Moralauffassung folgen, können niemals ihre eigenen Fehler eingestehen und bevorzugen es daher bis zu ihrem letzten Atemzug auf Erden die Zeit, die ihnen bemessen ist, ausschließlich für die Gestaltung ihrer eigenen Wünsche zu nutzen. Aufgrund ihrer höhnischen Haltung kommt es zu einer Vielzahl von hässlichen Verhaltensweisen derjenigen, die dem Weg Satans folgen, wie ausschließlich der Erfüllung körperlicher Bedürfnisse, mitleidlosem Verhalten, wenn jemand um Hilfe bittet oder einer grobe Antwort, wenn jemand zum wahren Wort einlädt.
Dabei ist der Mensch ein Geschöpf, das große Freude an Schönheit, Opferbereitschaft, Hilfsbereitschaft, Liebe und Respekt sowie an freundlichen Anreden hat. Die eigentliche Schwierigkeit besteht darin, dass der Mensch nicht den Spuren seines schlechten Egos folgt und sich unmoralisch verhält. Denn das führt immer zu Problemen, Schwierigkeiten und Unfrieden. Die einzige Lösung, um sich davon zu befreien, besteht darin dem Ruf Satans kein Gehör zu schenken und der Stimme des Gewissens zu folgen.
Für einen Menschen, der sich dieser Tatsachen bewusst ist, gleicht es seiner religiösen Pflicht, wenn er einen Anderen zur Religion einlädt und wenn er dort Gehör findet, das wahre Wort zu sprechen und im Gegensatz dazu Allah erhält, was ihm zusteht. Der Mensch, der das Gute des wahren Wortes befielt, bringt sowohl sich selbst als auch andere Menschen Allah näher, hält sich vom Schlechten fern und hat einen Weg gefunden, der ihm das unendliche Leben im Jenseits schenkt. Zum wahren Wort einladen ist so, als würde man einem anderen das schönste Geschenk seines Lebens geben. Und Muslime, denen diese Tatsache bewusst ist, sprechen diese Einladung immer mit großer Begeisterung, Eifer und Freude diese Einladung aus.
 

DAS ENDE DERER, DIE DEM WAHREN WORT NICHT FOLGEN


 
Ermahnen lässt sich, wer (Allah) fürchtet, Doch der Unselige geht dem aus dem Wege, Er, der im großen Feuer brennen wird. Dort wird er dann weder sterben noch leben. (Sure al-A'la, 10-13)
Diejenigen, die zum wahren Wort eingeladen wurden, die sich aus dem Quran Rat holen, die sich vor dem Tag des Jüngsten Gerichts warnen lassen und sich daran erinnern, dass an diesem Tag von ihnen Rechenschaft gefordert wird, sind verpflichtet dem Aufruf zum rechten Weg zu folgen. Wenn sie nicht folgen, werden sie im Jenseits unendliche Reue empfinden und unausweichlich die Qualen der Hölle durchleben. Denn ein Mensch, der ermahnt wurde, weiß was richtig ist und was falsch und deswegen ist er auch verpflichtet sich dementsprechend zu verhalten.
Doch in der gesamten Geschichte hat die Mehrheit diese Verantwortung nicht übernommen. Wie bereits zuvor erwähnt, haben sie sich nachdem sie Gottes Wort vernommen hatten weiterhin so verhalten wie zuvor. Im Quran wird das mit den Worten „... Sie entstellten den Sinn der Wörter und vergaßen einen Teil von dem, was ihnen gesagt wurde…“ (Sure al-Ma’ida, 13)
Wenn die Menschen dem Aufruf zur Religion Allahs und der Einladung nach der Moral des Quran zu leben folgen, so lässt Allah sie in dieser Welt und auch im Jenseits ein gutes Leben führen. Doch wenn sie allerdings den Segnungen ihres Herren, Der sie erschaffen und zum Leben erweckt hat, nicht folgen und die Mahnungen überhören, dann verfallen sie in Sturheit. Dabei ist es das Ziel der Schöpfung, dass der Mensch unserem Herrn dient. Menschen, die dieses Ziel verleugnen und dem Wort nicht folgen, werden im Jenseits und auch im Diesseits ein sehr schweres und leidvolles Leben führen. Denn damit ein Mensch glücklich und zufrieden im eigentlichen Sinne sein kann, muss er ein Leben entsprechend seiner Schöpfung leben und gewissenhaft diese Zufriedenheit erleben. Er soll sich also von Verhaltensweisen fern halten, die sein Herz betrüben und ihn bereuen lassen könnten.
Wenn der Mensch diesem Weg, welchen uns Allah im Quran aufgezeichnet hat, nicht folgt, dann lebt er in Sorge. Was er auch tut, wohin er auch geht und egal wie groß seine finanziellen Mittel auch sind, dieser moralischen Qual kann er nicht entkommen. Im eigentlichen Sinne kann er nicht glücklich und zufrieden sein. Die Strafe für diejenigen, welche von der Religion, die Allah ihnen zugedacht hat, ablassen und ihrem Ego folgen, erleben sie offen oder verdeckt in jedem Moment ihres Lebens. Menschen, die Allah und dem Quran nicht folgen, die ihre Schlechtigkeit weiter fortsetzen, werden niemals mit den Gläubigen und Wohltätern gleich behandelt und für ihre Taten erwartet sie im Leben und im Tod folgendes:
Dies dient der Einsicht der Menschen und ist eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die ihres Glaubens gewiss sind. Oder glauben diejenigen, die Böses tun, dass Wir sie im Leben und im Tod wie die behandeln, welche glauben und das Rechte tun? Ihr Urteil ist schlecht! (Sure al-Dschathiya, 20-21)
Ohne Zweifel ist es unmöglich in einer Gesellschaft, die sich aus solchen Menschen zusammensetzt, ein schönes Leben zu führen. In vielen Versen warnt Allah Gesellschaften, die nicht auf die ihnen erteilten Ratschläge hören, die der Einladung zum wahren Wort den Rücken zukehren und ein Leben führen, welches Allah nicht zufrieden stellt, vor den schrecklichsten Qualen. Einige dieser Verse sind die folgenden:
O unser Volk! Hört auf Allahs Rufer und glaubt ihm, damit Er euch von eueren Sünden vergibt und vor einer schmerzlichen Strafe bewahrt. Wer aber nicht auf Allahs Rufer hört, kann (Ihm)auf Erden nicht entgehen. Und (im Jenseits) hat er keinen Beschützer vor Ihm. Diese sind in offenkundigem Irrtum." (Sure al-Ahqaf, 31-32)
Und wenn ihm Unsere Verse vorgelesen werden, wendet er sich hochmütig ab, als hätte er sie nicht gehört, so als ob seine Ohren schwerhörig wären. Darum verkünde ihm schmerzliche Strafe. (Sure Luqman, 7)
Diejenigen, die dem Aufruf auf Erden nicht folgen und ihr Leugnen fortsetzen, stellen die Mehrheit der Menschen, doch nach dem Untergang der Welt werden sie verstehen, wie wichtig diese Worte waren und es bereuen, dass sie während ihres irdischen Lebens nicht dem wahren Wort gefolgt sind. Doch es ist offensichtlich, dass es dann zu spät ist. In einem Vers wird darüber folgendermaßen berichtet:
Auf was sonst können sie warten, als dass die Stunde plötzlich über sie kommt? Schon sind Vorzeichen davon gekommen. Und wenn sie dann über sie gekommen ist, was nützt ihnen dann noch ihre Erinnerung? (Sure Muhammad, 18)
Allah lässt uns mit den Versen wissen, dass wenn die Qualen einen Menschen erreicht haben, es keinen Weg mehr zu entkommen gibt. Sogar diejenigen, die ihr Leben lang in tiefster Sorglosigkeit gelebt haben, werden tiefste Reue empfinden, wenn der Todesengel sie aufsucht. Kein Mensch, der sein Leben in Sorglosigkeit verbracht hat, wird im Angesicht der Ewigkeit sagen „das habe ich gut gemacht, ich habe nicht auf das, was man mir gesagt hat gehört, ich bin meinem Ego gefolgt, habe gegessen, getrunken, war unterwegs und habe mich amüsiert...“ Egal ob dieser Mensch ein eingefleischter Feind der Religion war oder auch ein Atheist, er wird das nicht sagen. Denn diese Menschen werden Zeuge der Wahrheit, die sie ihr Leben lang geleugnet haben und bereuen, dass sie den Erklärungen nicht gefolgt sind. Sobald sie die Engel erblicken erkennen sie, dass nichts von Wert war, da sie es bevorzugt haben dem wahren Wort nicht zu folgen. Der Quran beschreibt das Leben im Jenseits dieser Menschen folgendermaßen:
Der Tag, an dein sie die Engel sehen werden, an diesem Tage wird es für die Sünder keine frohe Botschaft geben, und (die Engel) werden sprechen: "Absolut verboten! Und Wir werden uns ihren (angeblich) guten Werken widmen und werden sie in zerstreuten Staub verwandeln. (Sure al-Furqan, 22-23)
Man sollte auch nicht vergessen, dass eigentlich jeder Mensch die Möglichkeit hat zu verstehen, was richtig ist und was falsch. Ein Mensch, der die Einladung zurückweist, der den Rat und die Mahnungen in den Wind schlägt, weiß eigentlich, dass er diesem Aufruf folgen sollte und dies der einzige Weg zur Erlösung ist. Doch weil diese Menschen gierig auf das irdische Lebens sind und das Jenseits und das jüngste Gericht in weiter Ferne sehen, folgen sie ihrem Ego und leugnen, um den Versen Allahs nicht folgen zu müssen. Denn in der Fortsetzung des oben zitierten Verses wird beschrieben, wie die Menschen diese Tatsache erkennen und bereuen, dass sie dem wahren Wort nicht gefolgt sind:
Denn an diesem Tage wird der Sünder sich in die Hände beißen und rufen: "O hätte ich doch nur den Weg mit dem Gesandten genommen! O weh, hätte ich mir doch keinen solchen zum Freund genommen! Wahrlich, er führte mich in die Irre, weg von der Ermahnung, nachdem sie an mich ergangen war!" In der Tat, der Satan ist des Menschen Verräter." (Sure al-Furqan, 27-29)
Die Menschen fühlen Reue, wenn die Todesengel in einem unerwarteten Moment zu ihnen treten und das ist erst der Anfang. Sie haben ihr Leben lang ihre Wünsche und Passionen, ihre Freunde, Partner und Freunde, ihre Waren und Besitztümer, ihre Arbeit und ihre Karriere, ihren Ruhm und Ehre über den Willen Allahs gestellt und sind nicht dem Wort der Muslime gefolgt, die sie zum rechten Weg aufgerufen haben. Am Tag der Abrechnung werden sie in Bezug auf alles einer Befragung unterzogen, ob sie Allahs Wünschen gefolgt sind.
Und dann wird gesprochen werden: "Ruft euere Götzen!" Sie werden sie rufen, doch sie werden ihnen nicht antworten! Und dann werden sie die Strafe sehen. O wenn sie doch rechtgeleitet gewesen wären! An diesem Tage wird Er sie rufen und fragen: "Welche Antwort habt ihr den Gesandten gegeben?" Doch sie werden sprachlos vor lauter Verwirrung sein und einander keine Fragen mehr stellen können. (Sure al-Qasas, 64-66)
Diejenigen, die der Einladung der Gesandten und der Gläubigen nicht gefolgt sind und leugnen, werden am Tag der Abrechnung nicht nur in große Reue verfallen, sondern auch in Hoffnungslosigkeit. Doch diese Hoffnungslosigkeit kann man nicht mit der vergleichen, welche ein Mensch während seines irdischen Lebens erfahren kann, sondern ist viel stärker und schlimmer. Wenn der Mensch auf Erden glaubt, dass er in absoluter Hoffnungslosigkeit ist, dann gibt es doch selbst unter den schlechtesten Umständen immer noch einen Ausweg. Alle Schwierigkeiten und Leiden auf Erden sind immerhin endlich. Doch es gibt keinen Ausweg aus den Qualen im Jenseits und keine Hoffnung auf Errettung.
Diejenigen, die auf Erden Ratschläge ausschlagen und die Gelegenheit nicht beim Schopfe packen, die sich nicht Allah in Demut unterwerfen, werden am Jüngsten Tag in Anwesenheit Allahs einer Befragung unterzogen und dann in die Hölle verdammt, wo sie unerträgliche Qualen durchleben. Laut dem Vers packt die Leugner noch bevor sie die Hölle erreichen, die Angst vor den Qualen der Hölle und sie begreifen, was sie erwartet. Wenn sie in die Flammen geworfen werden, wird es zu folgendem Gespräch zwischen ihnen und den Höllenknechten kommen:
Wenn sie dort hineingeworfen werden, hören sie sie brüllen, während sie aufwallt, Fast berstend vor Wut. Sobald eine Anzahl in sie hineingeworfen wird, werden ihre Hüter fragen: "Kam zu euch kein Warner?" Sie werden antworten: "Doch! Ein Warner kam zu uns, aber wir warfen Ihm Lüge vor und sagten: "Allah hat nichts herabgesandt! Ihr (Warner) selbst befindet euch in großem Irrtum!" Und sie werden sagen: "Hätten wir nur zugehört und Verstand gehabt, wären wir nicht unter den Bewohnern der Feuersglut." So werden sie ihre Schuld bekennen. Darum weg mit den Bewohnern der Glut! (Sure al-Mulk, 7-11)
Die Leugner haben während ihres irdischen Lebens nicht in ihre Überlegungen einbezogen, dass sie diesen Tag erleben werden und stolz und trotzig haben sie ihre eigenen Fehler übersehen und ihre lange Frist verbraucht. Wenn sie mit den Höllenqualen konfrontiert sind betteln sie darum, dass sie erneut auf die Erde zurückkehren können und wohltätige Taten vollbringen dürfen, den Ratschlägen und dem wahren Wort folgen können. Allah erwidert ihr Betteln mit folgenden Worten:
Und darin werden sie schreien: "O unser Herr! Nimm uns heraus! Wir wollen rechtschaffen handeln, nicht wie wir zuvor gehandelt hatten." Gewährten Wir euch denn kein langes Leben, so dass jeder, der sich ermahnen lassen wollte, sich hätte besinnen können? Und der Warner kam (doch auch) zu euch. So kostet (die Strafe); denn die Missetäter haben keinen Helfer. (Sure al-Fatir, 37)
Aus dem Quran erfahren wir, dass diese unerträglichen Qualen nicht mal für einen Moment enden. Die Qualen der Hölle sind so unerträglich und schrecklich, dass die Leugner folgendermaßen beten, dass die Pein, auch wenn es nur für einen Tag ist, enden möge:
Und diejenigen, die im Feuer sind, werden die Hüter der Hölle bitten: "Ruft eueren Herrn an, damit Er uns von der Pein (wenigstens für) einen Tag Erleichterung schafft!" Sie werden antworten: "Kamen denn euere Gesandten nicht mit deutlichen Zeichen zu euch?" Sie werden sagen: "Jawohl." Sie werden hinzufügen: "So bittet weiter!" Aber die Bitte der Ungläubigen bleibt ohne Echo. (Sure Ghafir, 49-50)
Doch diese Reue, die Gebete und das Betteln der Leugner haben keinen Sinn mehr. Denn Allah hat uns mit den Versen wissen lassen, dass die Frist, die der Mensch auf Erden hat ausreicht, damit ein Mensch dem Rat folgen kann.
Diejenigen, die auf Erden der Einladung nicht gefolgt sind und dem rechten Weg, den man ihnen gezeigt hat verleugnet haben, werden in der Hölle immer neue Qualen auferlegt. Neben den unerträglichen körperlichen Schmerzen erleben sie auch die Reue ob ihrer verfluchten Fehler. Gleichzeitig wird ihre Zerknirschung gesteigert, weil sie zusehen, wie diejenigen, die auf Erden zum Glauben aufgerufen haben, die Freuden des Paradieses kosten. Sie leben in einer solchen Hoffnungslosigkeit, dass sie zu Staub werden wollen, aufhören wollen zu existieren. Doch das wird nicht geduldet:
Die Sünder aber, sie sollen ewig die Höllenpein aushalten. Sie wird nicht gemildert werden, und in ihr sollen sie verzweifeln. Wir tun ihnen kein Unrecht, sondern sie taten sich selbst Unrecht. Da werden sie rufen: "O Malik! lass doch deinen Herrn ein Ende mit uns machen!" Er wird sprechen: "Ihr müsst bleiben!" Wir brachten euch doch die Wahrheit, jedoch die meisten von euch verabscheuen die Wahrheit. (Sure az-Zukhruf, 74-78)
Und wenn sie zusammengekettet in ihren engen Raum geworfen werden, werden sie um (ihre) Vernichtung bitten. "Fleht heute nicht nur einmal um Vernichtung, sondern fleht immer wieder um Vernichtung!" (Sure al-Furqan, 13-14)
Doch der Mensch sollte eine Tatsache nicht vergessen: Jeder Fehler, jede Mahnung und jeder Rat, der auf Erden erteilt wird, stammt von Allah. Allah lädt den Menschen mittels seiner Gesandten und seiner gläubigen Sklaven zur rechten Religion ein. Auch räumt er, wieder mittels seiner Gläubigen, die Möglichkeit ein, gut und schlecht unterscheiden zu können und mit seiner Offenbarung befielt er das Gute und verdammt das Schlechte. Wenn ein Mensch diesen Einladungen nicht folgt, wird er diese Tatsache im Moment seines Todes erkennen, doch dann ist es zu spät.
Als sie aber Unsere Strenge sahen, sagten sie: "Wir glauben an Allah, den Einen, und verwerfen, was wir Ihm zur Seite zu stellen pflegten." Doch nützte ihnen ihr Glauben nichts mehr, nachdem sie Unsere Strenge bereits gesehen hatten. So war stets Allahs Brauch gegenüber Seinen Dienern, und daher war. (Sure Ghafir, 84-85)

DER ISLAM: DAS LICHT, DAS DIE WELT ERLEUCHTET

DIE MENSCHEN KÖNNEN NUR MIT DER LIEBE ZU ALLAH BEHAGLICHKEIT FINDEN
KONFERENZEN MIT DEM THEMA ''DER NIEDERGANG DER EVOLUTIONSTHEORIE UND DIE WAHRHEIT DER SCHÖPFUNG'' IN BERLIN - DEUTSCHLAND, AM 17-18 APRIL, 2010 KONFERENZ MIT DEM THEMA ''DER NIEDERGANG DER EVOLUTIONSTHEORIE UND DIE WAHRHEIT DER SCHÖPFUNG'' – 28 MAI. 2010, DARMSTADT

DER PROPHET JOSEPH

WUNDER DES GEHIRNS: RIECHEN UND SCHMECKEN

DIE LÖSUNG ALLER PROBLEME: DIE WERTE DES QURAN

BIOMIMETRIE: TECHNOLOGIE IMITIERT NATUR

DER ISLAM: DAS LICHT, DAS DIE WELT ERLEUCHTET

DAS GEHEIMNIS DER PRÜFUNG

DIE BLUTIGE GESCHICHTE DES FASCHISMUS TEIL I

DER PROPHET MOSES (A.S) UND DIE BUNDESLADE

FOSSILIEN STÜRZEN DIE EVOLUTIONSTHEORIE

DIE WUNDER DES QURAN - 4

DIE WUNDER DES QURAN - 3

DIE WUNDER DES QURAN - 2

DIE WUNDER DES QURAN - 1

EINE WELT AUS EIS

DER WUNDERBARE PLANET 1: Beweise Der Schopfung Auf Der Erde

WANDERNDE TIERE - FÜR KINDER 8

TIERE DIE SICH VERSTECKEN KONNEN - FÜR KINDER 7

TIEFES NACHDENKEN

Die Mehrheit der Menschen benutzt ihre Denkfähigkeit nicht so, wie sie es könnte. Der Zweck dieses Dokumentarfilms ist es, die Menschen aufzufordern, so zu denken, wie es angemessen wäre, und sie bei Ihren Bemühungen dabei zu unterstützen.

LIEBE UND ZUSAMMENARBEIT UNTER DEN LEBEWESEN

Einigkeit… Solidarität… Selbstlosigkeit… Aufopferung … Jeder möchte diese Attribute besitzen… Dieser Dokumentarfilm befasst sich mit Sozialverhalten. Doch die Stars dieses Films sind keine Menschen...

ALTRUISMUS IN DER NATUR

In diesem Film werden Sie ein wunderbares, von Allah in den Lebewesen hervorgerufenes Gefühl mütterlicher Liebe und der Selbstaufopferung sehen, das Mütter für ihren Nachwuchs hegen, und Sie werden Zeuge eines der größten Beweise der Schöpfung in der Welt werden...